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Johannes 9:1-41 – Jesus und die körperliche und geistliche Blindheit

  • Autorenbild: David Roncancio
    David Roncancio
  • 25. Okt. 2020
  • 10 Min. Lesezeit

Jesus befindet sich noch in Jerusalem und während er noch dort ist, tut er verschiedene Wunder, die er dazu nutzt mehrere Wahrheiten und Prinzipien zu lehren.


Und als er vorbeiging (mit dem Ziel weiterzugehen), sah er einen Menschen, der blind war von Geburt an. Und seine Jünger fragten ihn und sprachen: Rabbi, wer hat gesündigt (das Ziel verfehlt), sodass dieser blind geboren ist, er oder seine Eltern?


Jedes Mal, wenn Gott ‚vorbeigeht’, geschieht ein Wunder. Wir können uns an allen vielen Situationen in welchen Gott ‚vorbeiging’: Abraham, Moses, sein Gehen auf dem Wasser.


Warum fragen das die Jünger? Der bestehende Glaube basierte auf das Alte Testament, wo steht, dass eins der Zeichen eines Fluches wegen Sünden die Blindheit war. Und diese Flüche wurden von Generation zu Generation weitergegeben, bis zur vierten Generation.


Jesus antwortete: Weder dieser hat gesündigt noch seine Eltern; sondern an ihm sollten die Werke Gottes offenbar werden! Ich muss die Werke dessen wirken, der mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken kann. Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt.


Was ist Jesu Antwort? Was bedeutet sie? Jesus stellt klar, dass es sich hier nicht um einen Fluch handelt, der von Generation zu Generation übertragen wird, sondern dass alles geschehen musste, damit Gottes Werke im Leben der blinden Person offenbar werden. Damit ist klar, dass nicht alles schlechte, was im Leben der Personen passiert, aufgrund von Sünde oder Flüche geschieht, sondern dass einiges passiert, damit wir die Werke des Vaters tun, bevor die Zeiten der Dunkelheit kommen und es schwieriger wird diese Werke zu tun. Solange Jesus noch das Licht der Welt ist, können wir diese Werke tun, aber sobald er nicht mehr da ist, wird ie Dunkelheit kommen und wir werden nicht mehr arbeiten können.


Welche sind die Werke dessen, der Jesus gesandt hat, an denen wir arbeiten sollen? Alle die, die wir den Vater tun sehen.


Als er dies gesagt hatte, spie er auf die Erde und machte einen Brei mit dem Speichel und strich den Brei auf die Augen des Blinden und sprach zu ihm: Geh hin, wasche dich im Teich Siloah (das heißt übersetzt: „Der Gesandte“ – Gr. apostello: zur Seite berufen um ausgesandt zu werden)! Da ging er hin und wusch sich und kam sehend wieder.


Was sagt Jesus den Blinden, das er tun soll? Warum? Wie logisch ist dieser Befehl? Jesus macht einen Schlammbrei, schmiert es dem Blinden auf die Augen und sagt ihm er soll sich diese waschen. Diese Bitte hat keine wissenschaftliche Logik, aber der Blinde hat Glaube und geht und gehorcht Jesus. Das Resultat ist, dass er bei der Rückkehr zu Jesus sehen konnte.


Warum findet Johannes es wichtig die Übersetzung des Names des Teiches hier zu schreiben? Welche Bedeutung und Auswirkungen hat dieser Name? Es ist interessant, dass Jesus den Blinden genau zu diesen Tecih schickt, obwohl es sicher in der Nähe auch andere Teiche und Brunnen gab. Die Bedeutung des Names scheint somit sehr relevant zu sein und deshalb erwähnt es Johannes. Es ist möglich, dass Jesus damit einen Ruf gegenüber den Blinden andeuten will, ihn nachzufolgen, und dass er bei einer Nachfolge gesund sein wird.


Was ist das Resultat von dem, was Jesus den Blinden befahl zu tun? Warum? Der Blinde kann sehen, weil er Jesus gehorchte.


Die Nachbarn nun, und die ihn zuvor als Blinden gesehen hatten, sprachen: Ist das nicht der, welcher dasaß und bettelte? Etliche sagten: Er ist’s! – andere aber: Er sieht ihm ähnlich! Er selbst sagte: Ich bin’s!


Da sprachen sie zu ihm: Wie sind deine Augen geöffnet worden?


Er antwortete und sprach: Ein Mensch, der Jesus heißt, machte einen Brei und bestrich meine Augen und sprach zu mir: Geh hin zum Teich Siloah und wasche dich!

Als ich aber hinging und mich wusch, wurde ich sehend.


Da sprechen sie zu ihm: Wo ist er? Er antwortete: Ich weiß es nicht!


Was ist die Reaktion von denen, die ihn kannten? Warum hatten sie Schwierigkeiten zu glauben, dass er derselbe Mann sei? Die Menschen glauben nicht was passiert ist, weil das Wunder keine logische Erklärung hat, oder weil sie den Blinden nicht wie einen Gleichen betrachten und ihn deshalb nicht gesund sehen wollen. Es ist auch möglich, dass durch die Heilung sich auch sein Gesichtsaudruck verändert hat und sie ihn deshalb nicht erkennen konnten.


Wie antwortet der Mann die Fragen? Was zeigt uns das über Jesus? Der Mann erklärt die Sachen so wie sie geschehen sind, und zeigt dass er einfach nur gehorcht hat, auf das was Jesus ihm sagte, dass er tun sollte. Aber Jesus ging nicht mit ihm, er sandte ihn allein dies zu tun. So konnte der Blinde nicht wissen, wo Jesus war. Außerdem, da er Jesus nie gesehen hatte, konnte er ihn auch beim Sehen nicht identifizieren. Das zeigt auch, dass Jesus keinen öffentlichen Lob für das Wunder suchte, wie es leider heutzutage viele gesitlichen Leiter tun.


Da führten sie ihn, der einst blind gewesen war, zu den Pharisäern (eine religiöse Separatistengruppe). Es war aber Sabbat (Ruhetag), als Jesus den Teig machte und ihm die Augen öffnete. Nun fragten ihn auch die Pharisäer wieder, wie er sehen geworden war.


Warum nehmen die Pharisäer den Blinden mit um ihn auszufragen? Was hoffen sie zu finden? Weil das Wunder am Ruhetag geschah und ihrer Tradition was Jesus getan hat, als Arbeit gesehen wurde und dies am Ruhetag verboten war. Sie suchten nach Beweisen gegen Jesus.


Kann das Brei machen und jemanden dadurch heilen als Arbeit gelten? Hat Jesus die Gesetze des jüdischen Sabbaths gebrochen? In Wirklichkeit nicht. Mehrere Male wird im Alten Testament gesagt, dass Erbarmen gegenüber anderen für Gott wichtiger ist, als Traditionen zu wahren. Aber die Religiösen bestanden immer darauf die Gesetze vor der Barmherzigkeit zu stellen.


Und er sprach zu ihnen: Einen Brei hat er auf meine Augen gelegt, und ich wusch mich und bin nun sehend!


Da sprachen etliche von den Pharisäern: Dieser Mensch ist nicht von Gott, weil er den Sabbt (Ruhetag) nicht hält! Andere sprachen: Wie kann ein sündiger Mensch solche Zeichen tun? Und es entstand eine Spaltung unter ihnen.


Sie sprachen wiederum zu den Blinden: Was sagst du von ihm, weil er dir die Augen geöffnet hat? Er aber sprach: Er ist ein Prophet!


Hielt Jesus wirklich nicht den Ruhetag? Was sagt das Alte Testament zum Ruhetag? – 1. Mose 2:2-3, 2. Mose 20:8-11. Was erwartete Gott vom Ruhetag? – Mat. 12:1-14. Im 1. Mose sehen wir, dass Gott von seinem Schöpfungswerk ausruht und diesen Tag als heilig/rein erklärt. Es wird nicht erwähnt, dass Adam und Eva auch an diesem Tag geruht haben, aber wir sehen, dass für Gott die Ruhe an diesem Tag wichtig ist. Im 2. Mose wird das Gesetz zur Einhaltung des Sabbats eingeführt, als einen Tag um Gott zu ehren und nicht zu arbeiten. Trotzdem wird dort nicht spezifiziert, was Arbeit ist und was nicht. In Matthäus erklärt Jesus selbst, was in Wirklichkeit für Gott der Sabbat bedeutet: weniger Gesetzlichkeit und Religiosität und mehr Barmherzigkeit.


Nach der Antwort einiger Pharisäer, was kann ein Südner nicht tun? Warum? Zeichen und Wunder, weil ein Sünder nicht von Gott/im Namen Gottes kommen kann.


Was meint der ehemalige Blinde? Warum fragen sie ihm nach seiner Meinung? Er sagt, dass Jesus ein Prophet ist. Sie fragen ihn mit dem Ziel mehr Beweise zu finden, dass Jesus ihre Religion nicht respektiert. Möglicherweise erwarteten sie, dass der Blinde Jesus als den Sohn Gottes erklärt, und somit hätten sie Beweise genug um ihn zu richten.


Nun glaubten die Juden nicht von ihm, dass er blind gewesen und sehend geworden war, bis sie die Eltern des Sehendgewordenen gerufen hatten. Und sie fragten sie und sprachen: Ist das euer Sohn, von dem ihr sagt, dass er blind geboren ist? Wieso ist er den jetzt sehend?


Seine Eltern antworteten ihnen und sprachen: Wir wissen, dass dieser unser Sohn ist und dass er blind geboren ist; wieso er aber jetzt sieht, dass wissen wir nicht; und wer ihm die Augen geöffnet hat, wissen wir auch nicht. Er ist alt genug; fragt ihn selbst. Er soll selbst für sich reden!


Das sagten seine Eltern deshalb, weil sie die Juden fürchteten; denn die Juden waren schon übereingekommen, dass, wenn einer ihn als den Christus (Messias, der Gesalbte) anerkennen würde, dieser aus der Synagoge ausgeschlossen werden sollte. Darum sprachen seine Eltern: Er ist alt genug; fragt ihn selbst!


Warum konnten oder wollten die Juden nicht an das Wunder glauben? Weil sie danach trachteten die Autorität Jesu zunichte zu machen, und da sie selbst nicht das tun konnten, was Jesus tat, repräsentierte jeder, der Wunder tat und nicht zu ihnen gehörte eine Gefahr für ihr religiöses Etablissement.


Welche ist die Reaktion der Eltern auf die Befragung? Warum? Sie stellen klar, dass es ihr Sohn ist und dass er blind war, bis Jesus ihn geheilt hat, sie übergegen aber auch die Verantwortung für das Geschehene an ihren Sohn um nicht aus der Synagoge rausgeworfen zu werden.


Wie schlimm war es, dass jemand aus der Synagoge ausgeschlossen wurde? Im jüdischen Glauben hieß das, dass die Person als Sünder und Ketzer gesehen wurde. Niemand würde der Person helfen oder ihr Arbeit geben. Man würde sie jeden Tag verfolgen und ächten.


Warum wollten die Juden nicht, dass die Leute Jesus als den Messias anerkannten? Weil anerkennen, dass Jesus der Messias, auf dem sie so sehr warteten, ist, auch hieß, dass sie in vielen geistlichen Angelegenheiten falsch lagen. Und zudem gab es die Gefahr, die solch eine Botschaft bei den Römern, unter dessen Herrschaft sie standen, auslösen konnte.


Da riefen sie zum zweiten Mal den Menschen, der blind gewesen war, und sprachen zu ihm: Gib Gott die Ehre! (Jüdische Formell um einen Eid zu schwören) Wir wissen, dass dieser Mensch ein Sünder ist.


Da antwortete jener und sprach: Ob er ein Sünder ist, weiß ich nicht. Eines weiß ich: dass ich blind war und jetzt sehend bin!


Sie sprachen aber wiederum zu ihm: Was hat er mit dir gemacht? Wie hat er dir die Augen geöffnet?


Er antwortete ihnen: Ich habe es euch schon gesagt, und ihr habt nicht darauf gehört; warum wollt ihr es noch einmal hören? Wollt auch ihr seine Jünger werden?


Warum wiederholen die Juden immer wieder dieselben Fragen? ¿Was erhoffen sie mit dem schwören eines Eides vom Blinden zu erreichen? Dass er aus Angst aussagt, dass Jesus ein Sünder ist und somit seine geistliche Autorität bei den Menschen zu untergraben.


Was unterstellen sie Jesus? Was antwortet diesbezüglich der Mann? Sie unterstellen Jesus Sünder zu sein, aber der Mann antwortet, dass er darüber nichts weiß, und dass sein einziger Beweis ist, dass er blind war und dass nach Jesus Eingriff, er jetzt sehen kann.


Was denkt letztendlich der Mann, was der Grund für die ganzen Fragen ist? Er denkt, dass sie ihm dies alles fragen, weil sie auch Jesu Jünger werden wollen.


Sie beschimpften ihn nun und sprachen: Du bist sein Jünger! Wir aber sind Moses Jünger. Wir wissen, dass Gott zu Mose geredet hat; von diesem aber wissen wir nicht, woher er ist.


Welche ist die Reaktion der Juden auf das, was der Mann behauptet? Auf was berufen sie sich wieder? Sie beschimpfen den ehemaligen Blinden und wehren sich gegen die Aussage, indem sie sich auf Mose und sein Gesetz berufen.


Da antwortete der Mensch und sprach zu ihnen: Das ist doch verwunderlich, dass ihr nicht wisst, woher er ist, und er hat doch meine Augen geöffnet. Wir wissen aber, dass Gott nicht auf Sünder hört; sondern wenn jemand gottesfürchtig ist und seinen Willen tut, den hört er. Von Ewigkeit her hat man nicht gehört, dass jemand einem Blindgeborenen die Augen geöffnet hat. Wenn dieser nicht von Gott wäre, so könnte er nichts tun!


Sie antworteten und sprachen zu ihm: Du bist ganz in Sünden geboren und willst uns lehren? Und sie stießen ihn hinaus.


Was verwundert den Mann? Warum? Dass sie als Geistliche und anscheinend Kenner der Schriften nicht wissen, woher Jesus kommt, und dennoch Jesus Wunder tut, obwohl angeblich Gott nicht auf Sünder hört.


Was sagt der Mann, dass wir schon am Anfang gehört hatten? Dass nach ihrer eigenen Logik, Jesus nur von Gott kommen konnte, denn Gott hört auf ihn. Sonst wäre er nicht in der Lage das zu tun, was er tut.


Was ist ihre entgültige Reaktion? Sie lehnen seine Antwort ab und schmeißen ihr raus (möglicherweise auch der Vollzug des Ausschlusses aus der Synagoge).


Jesus hörte, dass sie ihn ausgestoßen hatten, und als er ihn fand, sprach er zu ihm: Glaubst du an den Sohn Gottes?


Was macht Jesus als hört über das Geschehene hört? Warum? Jesus sucht den Mann auf und fragt ihm nach seinem Glauben.


Warum macht Jesus diese Frage? Wer ist der ‚Sohn Gottes‘? Jesus sieht den Glauben des Mannes, das ser bereit war ihn anzunehmen und stellt die Frage um ihn zu sich zu führen.


Er antwortete und sprach: Wer ist es, Herr, damit ich an ihn glaube?

Jesus aber sprach zu ihm: Du hast ihn gesehen, und der mit dir redet, der ist es!


Was bedeutet die Antwort des Mannes? Der Mann lernt jetzt seinen Heiler kennen, da er aber ihn vorher nicht sehen konnte, weiß er nicht, dass er auch der Messias ist.


Er aber sprach: Ich glaube, Herr! und fiel anbetend (Gr. proskuneo: anbeten, wie wenn ein Hund die Hand seines Herrchens leckt) vor ihm nieder.


Wie erkennt der Mann Jesus als Messias? Al ser die Worte Jesu hört, erkennt er nicht nur wer ihn geheilt hat, sondern versteht auch, dass Jesus der Messias ist.


Was ist seine Reaktion? Er fällt auf die Knie und betet ihn an.


Was können wir aus diesem Text sehen, über wie eine Person zum Glaubenden wird? Jesus selbst hat sich eingeschaltet um den Blinden zu sich zu bringen. Er heilt ihn nicht nur, sondern gibt sich auch danach ihn zu erkennen und bestätigt und ermutigt sein Glaube, bis er ihn als sein Messias erkennt und ihn anbetet.


Das sogenannte ‚Glaubensgebet’ kommt in der Bibel nicht vor; es wurde im 19. Jahrhundert von Dwight L. Moody eingeführt. Davor gab es nichts Ähnliches. Die ersten Christen zeigten ihren Glauben, indem sie sich tauften und die Liebes- und Glaubenswerke taten; sie zeigten es durch eine wahre Lebensveränderung. Es wurde auch an der Fülle des Heiligen Geistes erkannt, durch die Sprachen und Prophetien.


Und Jesus sprach: Ich bin zum Gericht in diese Welt gekommen, damit die, welche nicht sehen, sehend werden und die, welche sehen, blind werden.


Wozu kam Jesus auf die Erde? Was meint er? Um zu richten und dazu führen, dass die, die in der Welt als blind gesehen werden, die Wahrheit sehen, und die, die glauben die Wahrheit zu sehen, nicht erkennen, was wirklich wahr ist.


Und dies hörten etliche der Pharisäer, die bei ihm waren, und sprachen zu ihm: Sind denn auch wir blind?


Jesus sprach zu ihnen: Wenn ihr blind wärt, so hättet ihr keine Sünde; nun sagt ihr aber: Wir sind sehend! – deshalb bleibt eure Sünde.


Wie reagieren die Paharisäer? Warum? Sie fühlen sich beleidigt, weil sie spüren, dass ihnen geistliche Blindheit vorgeworfen wird.


Was sagt ihnen Jesus mit seiner Antwort? Was bedeutet das für uns? Dass nur, wer sich als geistlich blind sieht, und somit als Sünder, wieder sehen kann; wer aber glaubt geistliche alles zu sehen/wissen, ist in Wirklichkeit ein geistlich Blinder, denn er ist nicht willig die Wahrheit zu erkennen.


Für uns heißt das, dass wir offen sein müssen auf das zu hören, was Gott uns zu sagen hat, und uns nicht anmaßen zu denken, dass wir die ganze Wahrheit der geistlichen Sachen wissen.


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