Johannes 21,1-25 – Letzte Anweisungen
- David Roncancio
- 30. Mai 2024
- 11 Min. Lesezeit

Nach seiner Auferstehung und vor seiner Himmelsfahrt besucht Jesus unterschiedliche Nachfolger, festigt seine Lehren und ermutigt sie für den nächsten Schritt: seine Himmelsfahrt und das Kommen des Heiligen Geistes.
Paralleltexte: Lukas 24,50-53; Matthäus 28,16-20
Danach offenbarte sich Jesus den Jüngern wiederum am See von Tiberias. Er offenbarte sich aber so: Es waren beisammen Simon Petrus und Thomas, der Zwilling genannt wird, und Nathanael von Kana in Galiläa und die Söhne des Zebedäus und zwei andere von seinen Jüngern.
Simon Petrus spricht zu ihnen: Ich gehe fischen! Sie sprechen zu ihm: So kommen wir auch mit dir. Da gingen sie hinaus und stiegen sogleich in das Schiff; und in jener Nacht fingen sie nichts.
Was machten die 7 Jünger zusammen? Was schlägt Petrus vor? Warum? Die 7 waren zusammen am See von Tiberias. Petrus schlägt vor fischen zu gehen, den das war ihr üblicher Job.
Nachdem die Jünger wissen, dass Jesus auferstanden ist, warum kehren sie zurück zum Fischen? Es ist gut möglich, dass sie in der Zeit nicht wussten, was sie sonst machen sollten, und da Jesus nicht die ganze Zeit mit ihnen war, sahen sie keine weitere Option als zu ihren üblichen Jobs zurückzukehren.
Wie geht es ihnen beim Fischen? Sie fischen gar nichts, obwohl sie die danze Nacht dabei waren.
Als es aber schon morgen geworden war, stand Jesus am Ufer; doch wussten die Jünger nicht, dass es Jesus war.
Warum erkennen die Jünger nicht Jesús, obwohl sie 3 Jahre mit ihm verbracht hatten? Es ist möglich, dass Jesus sehr weit entfernt und wie jeder andere angezogen war, und deshalb haben sie ihn nicht erkannt, oder dass sie wehen ihrer Sorge nichts gefischt zu haben, sie nicht wirklich aufgepasst haben, was in der Umgebung passierte.
Da spricht Jesus zu ihnen: Kinder (Gr. paidos: Kind, Minderjähriger), habt ihr nichts zu essen? Sie antworteten ihm: Nein!
Er aber sprach zu ihnen: Werft das Netz auf der rechten Seite des Schiffes aus, so werdet ihr fischen!
Um was bittet sie Jesus? Warum nennt er sie Kinder? Warum fragt er nach etwas zu essen? Jesus bittet sie nach etwas zu essen. Er lud sie zum Frühstücken ein. Möglicherweise nennt er sie Kinder/Jugendliche, weil er sie jetzt als geistliche Kinder sieht. Einige Geschichtsforscher denken, dass die Mehrheit der Jünger nicht älter als Teenager waren, als Jesus sie zur Nachfolge rief.
Was antworten sie? Dass sie nichts zu essen haben.
Was befiehlt ihnen Jesus dann? Warum würden sie etwas auf der rechten Seite finden? Was bedeutet das? Jesus empfiehlt ihnen dann das Netz auf der rechten Seite des Bootes auszuwerfen und sagt ihnen, dass sie dort Fische finden würden. Möglicherweise wollte er ihren Glauben neu entfachen und stärken, und ihnen zeigen, dass sein Werk noch nicht vollendet war.
Da warfen sie es aus und konnten es nicht mehr einziehen wegen der Menge der Fische (Gr. ichthus).
Da spricht der Jünger, den Jesus lieb (Gr. agape) hatte, zu Simon Petrus: Es ist der Herr! Als nun Simon Petrus hörte, dass es der Herr sei, gürtete er das Obergewand (der Fischer) um sich, denn er war nur im Untergewand (entblößt), und warf sich in den See.
Die anderen Jünger aber kamen mit dem Schiff (Boot) (denn sie waren nicht fern vom Land, sondern etwa 200 Ellen (100 Meter) weit) und zogen das Netz mit den Fischen nach.
Was geschieht, nachdem sie Jesus Empfehlung folgen? Warum haben sie Schwierigkeit das Netz rauszuholen? Sobald sie Jesus Anweisungen folgen, fischen sie so viel, dass das Netz wegen der vielen Fische, die sie gefangen haben, zu schwer wird um es rauszuholen.
Wer erkennt Jesus zuerst? Warum erkennt er ihn? Johannes ist der erste, der ihn erkennt, denn er kannte ihn besser als die anderen, aufgrund seiner innigen Freundschaft mit ihm. Es ist gut möglich, dass das Wunder auch dazu führte, dass er ihn so schnell erkannte.
Wie reagiert Petrus als er Johannes hört? Warum reagiert er so? Was tun die anderen? Petrus zieht sich sofort an, springt aus dem Boot und schwimmt zum Strand. Er war schon immer impulsiv und jetzt spring er um der Erste zu sein, der bei Jesus ist und ihn begrüßt. Die anderen folgen ihm auf dem Boot während sie das Netz mit den Fischen hinterher ziehen.
Warum zieht Petrus wieder sein Fischergewand an? Warum hatte er es ausgezogen? Petrus hatte sich das Obergewand wegen der harten Arbeit während der ganzen Nacht beim Fischen ausgezogen, so als würde er sagen: es reicht mit Fischen für heute. Er zieht es wieder an als er Jesus erkennt, um nicht halbnackt vor ihm zu stehen.
Wie weit waren sie vom Strand entfernt? Warum müssen sie das Netz hinterher ziehen? Sie waren gerade mal 100 Meter vom Strand entfernt. Das das Netz sehr schwer war, müssen sie es hinterher ziehen.
Wie sie nun an Land gestiegen waren, sahen sie ein Kohlenfeuer am Boden und einen Fisch (Gr. opsarion: schon fürs Essen vorbereiteter Fisch) darauf liegen und (ein Laib) Brot.
Wir sehen, dass Jesus doch was zu essen hatte. Wieso hat er dann vorher nach etwas zu essen gefragt? Jesus bat sie nach etwas zu essen, damit sie mit ihm frühstücken konnten, und weil er sie auf Lektion vorbereiten wollte, die mit der Mission zu tun hatte, die ihnen noch bevorstand: zu Menschenfischer werden.
Was bedeuten der Fisch und das Brot? Das Brot ist schon immer ein Teil der speziellen Mahle mit und für Gott gewesen, schon seit dem Alten Testament. Es war Teil der Stiftshütte, der Wunder der Essensvermehrung und des Abendmahls, und es war normal bei den Traditionen des jüdischen Essens. Der Fisch wurde später zu einem wichtigen Symbol des christlichen Glaubens, als Jesus den Jüngern sagte, dass er sie zu Menschenfischer machen würde.
Jesus spricht zu ihnen: Bringt her von den Fischen (Gr. opsarion), die ihr jetzt gefangen habt!
Simon Petrus stieg hinein und zog das Netz auf das Land, voll großer Fische (Gr. ichthus), 153; und obwohl es so viele waren, zerriss doch das Netz nicht.
Warum benutzt Jesus das Wort ‚opsarion’ statt ‚ichthus’ für die Fische? Was bedeutet es, dass er über Fische spricht, die zur Begleitung des Essens sind? Das Wort ‚opsarion’ beschreibt einen hergerichteten Fisch, fertig zum Essen, während ‚ichthus’ einen lebendigen Fisch beschreibt. Jesus wollte sie möglicherweise einladen mit ihm zu frühstücken, und dass sie einige der Fische, die sie gerade gefischt haben, dafür vorbereiten.
Warum war es dem Autor wichtig zu erwähnen, wie viele Fische sie gefischt hatten? Was bedeutet, dass sie 153 große Fische gefischt haben? Es ist möglich, dass Johannes darin eine prophetische Botschaft erkannt hat, und er es deshalb erwähnt. Die Juden haben möglicherweise sofort verstanden, was er meinte. Es gibt keine Klarheit über diese Bedeutung, aber unter den existierenden Theorien gibt es folgende:
153 waren die damals bekannten Nationen, weshalb es mit dem Moment passt, als Jesus die Jünger ruft zu Menschenfischer zu werden (Matthäus 4,19) und alle Völker zu Jünger zu machen (Matthäus 28,18-20).
Die Theorie des Rabbiners Moshe Yoseph Koniuchowsky: „Die Zahl 153 ist der numerische Code für den Aufbau des ‚Tempel Gottes.‘ Jesus wurde geschickt um Israel (sein Volk) wieder in das Bild SEINES Vaters aufzubauen. So, nachdem er die Gebote des Messias erfüllt hatte, war das Netz (das Königreich) so voll von Fischen, dass keine mehr reinpassten. Die 153 Fische sind ein Code mit dem wahre Menschenfischer (die Jünger) das geistliche Haus Gottes aufbauen würden, zu einem exakten Bild und Form wie das physische und geistliche Haus, das Mose nach dem Bild Gottes in der Wüste aufgebaut hatte”. Interessanterweise sind auch die Namen von jedem Teil der Stiftshütte auf Hebräisch auch Namen der Körperteile. So repräsentieren sie auch den Körper Christi, SEINE Ekklesia. „Letztendlich sind die 153 Fische alle die, die nach Seinem Bild gemacht sind, berufen um die wahre Sukka (Stiftshütte) aufzubauen, die nicht aus Menschenhand gebaut ist, sondern im Reich Gottes”. – 1. Petrus 2,4-10; Epheser 2,19-22; 1. Korinther 12,27; Apostelgeschichte 17,24; 2. Korinther 5:1. Andere Texte: Jesaja 66,1; 1. Könige 8,27; 2. Chronik 6,18; Apostelgeschichte 7,44-50; 1. Korinther 3,16.
Laut dem hier, hat Johannes verstanden, dass Jesus sich auf die Mission bezog, den geistlichen Tempel Gottes durch seine Ekklesia wieder herzustellen und nicht durch menschliche Tempel und Institutionen, indem Jesus selbst das Haupt ist und die Gläubigen der Körper.
Jesus spricht zu ihnen: Kommt zum Frühstück (Nehmt das erste Essen)! Aber keiner der Jünger wagte ihn zu Fragen: Wer bist du? Denn sie wussten, dass es der Herr war.
Da kommt Jesus und nimmt das Brot und gibt es ihnen, und ebenso den Fisch (Gr.opsarion).
Das war schon das dritte Mal, dass sich Jesus seinen Jüngern offenbarte, nachdem er aus dem Toten auferweckt war.
Was bitte Jesus sie zu tun? Was zeigt dies über Jesus? Jesus ruft sie zum Frühstück. Das zeigt, dass er sich um das körperliche Wohlergehen von Ihnen sorgte. Sie hatten die ganze Nacht gefischt und nichts gegessen. Sie brauchten eine Pause um zu essen und wieder zu Kräften zu kommen.
Was bedeutet es, dass er über die Hauptmahlzeit spricht? Die griechische Übersetzung erlaubt auch, dass man es nicht nur als das erste Essen des Tages versteht, sondern auch als die wichtigste. Für lange Zeit, in vielen Kulturen der Welt, wurde das Frühstück als die wichtigste Mahlzeit des Tages angesehen, weshalb das Frühstück immer großzügig war. Man musste gut essen, um die harte tägliche Arbeit durchzuhalten.
Was macht Jesus mit dem Brot und dem Fisch? Warum tat Jesus all dies? Jesus verteilt jedem das Brot und den Fisch, wie er es schon immer gemacht hat. Es kann sein, dass er sie damit wieder erinnern wollte, dass sie immer mit seiner Versorgung rechnen konnten. Es ist interessant, dass Johannes hier nicht erwähnt, dass Jesus vorher das Essen gesegnet (beten) hat.
Laut Johannes, ist dies das dritte Mal, das Jesus sich nach der Auferstehung seinen Jüngern zeigt. Die Bibel erwähnt nicht eindeutig, was Jesus während der ganzen Zeit tat, als er nicht mit den Jüngern war. Paulus erwähnt später, dass Jesus vielen nach der Auferstehung erschienen ist. Es kann dann sein, dass er dies tat, während er nicht mit den Jüngern war, und so alle seine Nachfolger auf den letzten Moment vorbereitete, wenn er in den Himmel aufsteigen würde.
Als sie nun gefrühstückt hatten, spricht Jesus zu Simon Petrus: Simon, Sohn des Jonas, liebst (Gr. agape) du mich mehr (in größeren Maßen) als diese? Er spricht zu ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb (Gr. phileo: Freund sein, Brüderliebe) habe! Er spricht zu ihm: Weide (Gr. bozco: hüten, füttern) meine Lämmer (Gr. arnion: kleine/junge Lämmer)!
Warum fragt Jesus Petrus ob er ihn liebt? Petrus hatte ihn drei Mal verleugnet und Jesus musste Petrus Glaube erneuern. Es kann sein, dass Petrus sich immer noch schlecht und unsicher fühlte über seinen Wert für Jesus‘ Mission.
Was bedeutet das griechische Wort, das Jesus hier für ‚lieben’ benutzt? Was heißt das praktisch? Jesus benutzt hier das Wort ‚agape’, das die Bedeutung einer hingegebenen Liebe, ohne Voraussetzungen, hat, so wie die von Jesus für sie, wie die von Gott für seine Schöpfung. Jesus fragte ihn, ob seine Liebe für ihn so groß war, dass er willig wäre sein Leben für ihn zu geben.
Mit welchem griechischen Wort für ‚liebe’ antwortet Petrus? Was bedeutet seine Antwort? Petrus antwortet mit ‚phileo’, was die Bedeutung einer brüderlichen, familiären Liebe hat. Damit sagte er aus, dass seine Liebe für ihn, wie die eines Bruders war.
Was befiehlt Jesus dann Petrus? Was bedeutet ‚weiden’? Wer sind die kleinen Lämmer? Jesus ignoriert erstmal Petrus Antwort als er ‚phileo’ benutzt und sagt ihn, dass er seine kleinen jungen Lämmer weiden soll. Weiden bedeutet: behüten, als Hirte agieren und zu Essen geben. Die kleinen jungen Lämmer waren die neuen Gläubige, die kommen würden, die geistlichen Babys.
Wiederum spricht er zum zweiten Mal zu ihm: Simon, Sohn des Jonas, liebst (Gr. agape) du mich? Er antwortete ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb (Gr. phileo) habe. Er spricht zu ihm: Hüte (gr. poimaino: ein Hirte sein) meine Schafe (Gr. probaton: Schaf).
Warum fragt Jesus nochmal dasselbe? Welche Wörter benutzt er? Jesus fragt Petrus nochmal dasselbe und benutzt das Wort ‚agape’, möglicherweise in der Hoffnung, dass Petrus diesmal versteht, was er eigentlich meint.
Wie antwortet Petrus? Petrus benutzt wieder das Wort ‚phileo’ um zu antwortet.
Was bedeutet ‚hüten’? Wer sind die ‚Schafe’? Jesus benutzt hier zwei andere Wörter als die vorherigen. Er sagt Petrus, dass er die Schafe hüten soll. Es ist möglich, dass es hier um die Gläubigen geht, die schon länger im Glauben wandeln.
Und das dritte Mal fragt er ihn: Simon, Sohn des Jonas, hast du mich lieb (Gr. phileo)? Da wurde Petrus traurig (gestresst), dass er ihn das dritte Mal fragte: Hast du mich lieb (Gr. phileo)?, und er sprach zu ihm: Herr, du weißt alle Dinge; du weißt, dass ich dich lieb (Gr. phileo) habe. Jesus spricht zu ihm: Weide (gr. bosko) meine Schafe (gr. probaton)!
Was macht Jesus als er zum dritten Mal fragt? Warum ändert Jesus das Wort, das er für ‚lieben’ benutzt? Jesus wechselt von ‚agape’ zu ‚phileo’. Es kann sein, dass er gemerkt hat, dass Petrus nicht richtig verstehen konnte, was Jesus ihn sagen wollte, also verringert Jesus die Kraft des Wortes Liebe, um Petrus mehr Vertrauen zu geben.
Wie reagiert Petrus? Warum? Hat Petrus verstanden was Jesus ihn zu sagen versuchte? Petrus ist genervt und traurig, weil Jesus ihn schon zum dritten Mal fragt. Möglicherweise fühlt er sich selbst unsicher und ist sich auch nicht sicher, ob Jesus ihn vollständig vergeben hat, dass er in leugnete. Petrus versteht in diesen Moment nicht, was Jesus versuchte ihm zu sagen, was der Grund ist, warum Jesus ihn nochmal sagt, dass er seine Schafe weiden soll, und dann weitermacht mit der Erklärung von dem, was er erwartete, da mit er versteht wovon er gerade sprach.
Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Als du jünger warst, gürtetest du dich selbst und gingst, wohin du wolltest; wenn du aber alt geworden bist, wirst du deine Hände ausstrecken, und ein anderer wird dich gürten und führen, wohin du nicht willst.
Dies aber sagte er, um anzudeuten, durch welchen Tod er Gott verherrlichen werde. Und nachdem er das gesagt hatte, spricht er zu ihm: Folge mir nach (Sei mit mir auf demselben Weg; begleite mich)!
Was prophezeit Jesus über Petrus? Jesus prophezeit über Petrus, dass er gefangen genommen und dorthin gebracht werden würde, wo er nicht hinwill, um zu sterben.
Wie starb Petrus? Nach den geschichtlichen Aufzeichnungen wurde Petrus wegen seines Glaubens gefangen genommen und starb, auf seiner Bitte, nach unten gekreuzigt, denn er sah sich nicht würdig so zu sterben wie Jesus.
Warum befiehlt er ihm nochmal, dass er ihm folgt? Was bedeutet dieses ‚folgen’? Jesus erinnert ihn daran, dass für all das, was kommen wird, es sehr wichtig ist, dass er weiterhin auf demselben Weg mit ihm geht. Nur so wäre er in der Lage die Leiden und Verfolgung, die ihn noch bevorstanden auszuharren.
Petrus aber wandte sich um und sah den Jünger folgen (auf denselben Weg gehen mit), den Jesus liebte, der sich auch beim Abendmahl (Gr. deipnon: das Hauptmahl, gewöhnlicherweise am Abend) an seine Brust gelehnt und gefragt hatte: Herr, wer ist’s, der dich verrät?
Als Petrus diesen sah, spricht er zu Jesus: Herr, was ist aber mit diesem?
Warum fragt Petrus über Johannes und seine Zukunft? Möglicherweise aus Neid, da ja Johannes Jesus engster Freund war. Es kann auch sein, dass als er verstanden hat, dass Jesus über seinen Tod sprach, ihm die Neugier über den Tod der anderen ihn zu dieser Frage führte.
Jesus spricht zu ihm: Wenn ich will, dass er bleibe, bis ich komme, was geht es dich an? Folge du mir nach!
Daher kam nun dieses Wort (Gerücht) auf unter den Jüngern: Dieser Jünger stirbt nicht! Und doch hat Jesus nicht zu ihm gesagt, er sterbe nicht, sondern: Wenn ich will (entscheide), dass er bleibe (in einigen Versionen: lebe), bis ich komme, was geht es dich an?
Was antwortet ihm Jesus? Warum? Auf was wollte Jesus, dass Petrus sich fokussierte? Dass es ihm nicht angeht, was Jesus für Johannes entscheidet, sondern dass er sich nur darauf fokussieren sollte ihn zu folgen.
Welches Gerücht entstand wegen dem, was Jesus sagte? Was hatte Jesus nicht gesagt und was hatte er wirklich gesagt? Was für einen Unterschied macht es aus, dass das Wort ‚lebe (bleibe)’ im Originaltext drinnen ist oder nicht? Das Gerücht war, dass Johannes nie sterben würde, bis Jesus wiederkehrt; doch Jesus hatte nur eine Annahme – was wenn - gemacht. Das Wort ‚bleiben' bedeuet nicht gleich ‚am Leben sein‘, nur dass er ‚da ist‘. Als in den späteren Übersetzungen ‘am Leben sein’ hinzugefügt wurde, sah es so aus, als würde er für immer leben. Aber Jesus hatte vielleicht nur gemeint, dass Johannes in seinem Grab bleiben würde, bis er wiederkehrt.
Ist Johannes gestorben? Wie? Johannes stirbt eines natürlichen Todes während des Exils auf der Insel Patmos, wo er als älterer Mann, vor seinem Tod, die Visionen hat, die er dann im Buch der Offenbarung aufschreibt.
Das ist der Jünger, der von diesen Dingen Zeugnis ablegt und dies geschrieben hat; und wir wissen (sind überzeugt), dass sein Zeugnis wahr ist.
Warum kann Johannes sagen, dass sein Zeugnis wahr ist? Weil er selbst direkter Zeuge all dieser Ereignisse war und er alles aus seiner eigenen Erfahrung erzählt und nicht, weil er das von anderen gehört hat.
Es sind aber noch viele andere Dinge, die Jesus getan hat; und wenn sie eines nach dem anderen beschrieben würden, so glaube ich, die Welt würde die Bücher (Rollen) gar nicht fassen, die zu schreiben wären. (Amen. – steht nicht im Originaltext!).
Was schreibt noch Johannes über Jesus am Ende seines Buches? Was bedeutet das, was er über Jesus sagt? Johannes sagt, dass Jesus viele andere Dinge getan hat, die nicht in seinem Buch erzählt wurden, und die so viele wären, dass wenn sie erwähnt würden, nicht in allen Büchern (Rollen) der damaligen Welt reinpassen würden. Das heißt, dass Jesus während seinen 33 Jahren Lebenszeit sehr aktiv war, und niemals aufgehört hat das Werk, das ihm der Vater aufgetragen hatte, zu tun.
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