Johannes 15:1-17 – Der wahre Weinstock
- David Roncancio
- 17. Okt. 2021
- 11 Min. Lesezeit

Nach dem Mahl gehen Jesus und seine Jünger in den Garten Getsemani. Auf dem Weg dorthin lehrt sie Jesus weiter. Diese Lehre über den Weinstock geschieht vielleicht während an einem Weinstock vorbeilaufen.
Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Weingärtner. Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, nimmt (schneidet) er (selbst) weg (Hebraismus: Sünden sühnen); jede aber, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie (viel) mehr (in Menge und Qualität) Frucht bringt. Ihr seid (jetzt) schon rein um (durch) des Wortes (Gr. Logos: der göttliche Ausdruck - Jesus) willen, das ich zu euch geredet habe. Bleibt (Seid) in mir, und ich (bleibe) in euch! Gleich wie die Rebe nicht von sich selbst aus (in der Lage ist) Frucht bringen kann, wenn (es sei denn) nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn (es sei denn) ihr nicht in mir bleibt (seid).
Was bedeutet es, dass Jesus der wahre Weinstock ist? Was produziert ein Weinstock? Jesus vergleicht das geistliche Wachstum mit ihm, als wäre er der Weinstock und Gott, der Vater, der Weingärtner dieses Weinstocks. Er ist der wahre Weinstock, denn nur in ihm können wir Frucht (die Trauben) geben; in diesem Fall: geistliche Frucht.
Was bedeutet, dass der Vater der Weingärtner ist? Dass Gott der ist, der die Erde vorbereitet und sie von Unkraut befreit, damit der Same in uns gute Frucht produzieren kann. Gott selbst ist es, der unser Herz reinigt und vorbereitet, damit der Same seines Wortes Frucht geben kann.
Was macht der Vater mit den Reben, die keine Frucht bringen? Was heißt es, dass sie in Jesus Frucht geben? Was macht der Vater mit den Reben, die doch Frucht bringen? Die Reben (Personen), die keine Frucht in Jesus geben, werden weggeschnitten – geistlich gesehen, werden sie von Sünde gesühnt. Wenn wir uns entscheiden Nachfolger Jesu zu sein, aber keine Frucht bringen, stören wir nur und Gott muss uns wegschneiden, damit die Reben, die doch Frucht geben, genug Platz haben um bessere Frucht zu produzieren. Wenn wir Nachfolder sind, die Frucht geben, reinigt uns Gott und nimmt von unserem Leben das alles weg, was verhindert, dass wir gute Frucht geben, damit wir in Christus gute Frucht produzieren: die Frucht des Geistes (Galater 5:22-23), aber auch die Frucht der Jüngerschaft (Matthäus 28:18-20).
Was bedeutet wegschneiden und reinigen in diesem Kontext? Es bedeutet, dass Gott aus unserem Leben, Charakter, Lebenskontext alles das wegnimmt, was uns daran hindert Frucht zu geben. Das kann z.B., eine Arbeit oder eine Institution (auch religiös) sein, die uns nicht erlauben weiter zu wachsen, oder Beziehungen, die unser Wachstum und Fokus in ihm blockieren. Es können auch Sachen und Haltungen sein, die uns daran hindern zu wachsen, und die wir los- und zurücklassen müssen. Gott möchte, dass wir reifer werden, damit wir gute Frucht geben können. Aber das funktioniert nur, wenn wir selbst mit Gott zusammenarbeiten und erlauben, dass er diesen Prozess in uns bewirkt.
Laut Jesus sind die Jünger schon rein. Wie? Wie ist es, dass das von Jesus gesprochene Wort und reinigt? Die Jünger sind schon rein, weil sie nicht nur auf das gehört haben, was Jesus gesagt hat, sondern auch weil sie es glauben und danach leben. Das Wort Gottes reinigt uns, weil es uns aufzeigt, was wir in unserem Leben ändern und entfernen sollen, damit wir jedes Mal mehr und bessere Frucht geben können. Es fokussiert uns in Gott zu bleiben/sein und zu reifen, indem wir durch ihn verwandelt werden.
Was bedeutet es, in Jesus zu bleiben/sein, und dass er in uns ist? Es bedeutet, dass wir eine starke und intime Beziehung mit Jesus haben müssen, in der er selbst, durch seinem Heiligen Geist, in uns wohnt und die absolute (freiwillige) Kontrolle über unser Leben hat.
Warum kann die Rebe aus sich selbst keine Frucht geben? Was braucht sie um Frucht zu geben? Was gibt ihr der Weinstock, dass sie nicht von selbst bekommen? Eine Rebe alleine trockner aus und stirbt, weil sie nicht den nötigen Pflanzensaft bekommt um sie am Leben zu halten. Dieser Saft hält die Rebe nicht nur am Leben, sondern erlaubt ihr auch die nötigen Nährstoffe zu bekommen, um Frucht geben zu können. Um diese Nährstoffe zu bekommen, braucht die Pflanze einen Stamm und Wurzeln. Die Wurzeln nehmen die Nährstoffe von Boden auf und leiten sie durch den Stamm zu den Reben, damit diese Blätter, Blumen und Früchte produzieren können. Eine Rebe alleine hat weder Wurzel noch Stamm, die ihr erlauben diesen Prozess zu machen.
Was gibt uns Jesus, dass uns fähig macht Frucht zu geben? Jesus gibt uns von seinem Heiligen Geist, der Geist des Lebens. Durch ihm ist es, dass wir die Frucht produzieren können. Außerdem, gibt er uns eine intime Beziehung zu ihm und sein Wort, damit wir wissen, was wir ändern, wegtun oder in uns entwickeln müssen, um zu reifen bis wir Frucht geben.
Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt (ist) und ich in ihm, der bringt (gibt, produziert) viel Frucht; denn getrennt (außerhalb) von mir könnt (möglich sein) nichts tun. Wenn jemand (Es sei denn eine Person) nicht in mir bleibt (ist) (Gr. das Sein, in Beziehung zu in ihm ‚ruhen’), so wird er weggeworfen wie die Rebe und verdorrt; und solche (Reben) sammelt man und wirft sie ins Feuer, und sie brennen. Wenn ihr in mir bleibt (seid) und meine Worte (Gr. Rhema) in euch bleiben (sind), so werdet ihr bitten, was ihr wollt (entscheidet, aussucht, wünscht, in was ihr euch erfreut), und es wird euch zuteilwerden (geschafft werden, für euch gemacht werden). Dadurch wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und meine Jünger werdet.
Was bedeutet, dass wir die Reben des Weinstocks sind? Was machen die Reben? Wir sind es, die die Frucht, die Blätter und die Blumen produzieren. Durch die Reben verläuft der Prozess der Fotosynthese, der erlaubt, dass eine Pflanze wächst und Frucht gibt. Der Weinstock, wie ich schon sagte, entnimmt der Erde die Nährstoffe und leitet diese zu den Reben hin. In den Reben geschieht mit Hilfe der Fotosynthese der Prozess der Umwandlung dieser Nährstoffe in Frucht und in Sauerstoff für die Umwelt. Jesus versorgt uns durch sein Wort und den Heiligen Geist von den nötigen Nährstoffen, damit wir Frucht, Blätter (Schatten und Sicherheit) und Blumen (alles Schöne im Leben mit Gott) produzieren können.
Was geschieht mit dem, der in Jesus ist und Jesus in ihm? Wer mit ihm ist und er mit dieser Person, der produziert viel Frucht, weil er die nötigen Nährstoffe dafür hat. Hier ist es wichtig zu betonen, dass dieser Text nicht davon spricht, dass wir einer Kirche oder Institution angebunden sind. Es spricht klar und deutlich, dass wir an Jesus gebunden sein sollen, egal ob wir in eine Kirche gehen oder nicht. Im ganzen Kontext wird nicht erwähnt, was mit Kirche oder Gemeinde zu tun hat.
Was passiert, wenn wir von Jesus getrennt sind? Was können wir nicht tun? Wenn wir nicht in Christus drinnen und gebunden sind, trocknen wir geistlich aus, wir hören auf Frucht zu geben; wir können nichts tun. Ich betone noch mal klar und deutlich: hier wird nicht darüber gesprochen, dass man von einer Kirche oder Institution getrennt ist, sondern von der intimen und persönlichen Beziehung mit Jesus. Sie können fleißig in eine Kirche oder religiöse Institution gehen und dennoch keine Frucht produzieren. Oder sie gehen überhaupt nicht in eine Kirche oder religiöse Institution und trotzdem produzieren sie viel Frucht, weil sie in dieser intimen und persönlichen Beziehung mit ihm stehen, die die Basis und Grundlage alles geistlichen Wachstums ist.
Was geschieht mit dem, der nicht in Jesus ruht? Was bedeutet rausgeworfen zu werden? Wo raus? Was passiert, wenn aus der Beziehung mit Jesus raus sind? Wenn wir in Jesus sind und er in uns, ruhen wir auf dem Vertrauen, dass er alles einhält, was er sagt. Aber, wenn wir uns von dieser Beziehung entfernen und aufhören in ihm zu ruhen/ihn zu vertrauen, trocknen wir geistlich aus; wir hören auf Frucht zu produzieren und werden ins Feuer geworfen, da wir nicht mehr nützlich sind. Wenn wir diese intime Beziehung mit Gott verlieren/verlassen, verlieren wir die Errettung, denn wir lehnen freiwillig sein von ihn getanes Glaubenswerk (Vertrauen/Ruhen) ab. Hier betone ich nochmal: Es ist nicht das verlassen einer Kirche oder religiösen Institution, was uns von Gott entfernt und geistlich austrocknet, sondern das Entfernen von der intimen Beziehung mit ihm. Ich kenne viele Nachfolger Jesu, die zu keiner Kirche oder Institution gehen, aber Feuer und Flamme für ihn sind. Und ich kenn auch viele angelbliche Nachfolger Jesu, die seit Jahren in den Institutionen sind und überhaupt nichts für Christus produziert haben, einige von ihnen sind sogar Leiter. Die Frucht, von der Jesus die ganze Zeit spricht, sind nicht immer mehr Nachfolger einer Kirche oder Institution, sondern einzig und allein Nachfolger Jesu!
Was macht er mit den trockenen Reben? Was bedeutet es geistlich, dass sie eingesammelt und verbrannt werden? Die trockenen Reben werden eingesammelt und ins Feuer geworfen. Jesus spricht hier vom Zeitpunkt des letzten Gerichts, wenn die, die nicht diese intime und persönliche Beziehung mit Jesus haben, die ihnen erlaubt Frucht zu geben, gesammelt, gerichtet und ins ewige Feuer geworfen werden.
Was passiert, wenn wir in Jesus bleiben/sind und seine Worte in uns? Was ist die Bedingung, damit wir das bekommen, worum wir bitten? Wenn wir in dieser intimen, persönlichen Beziehung des Vertrauens und der Ruhe in Jesus bleiben und in seinem Wort, können wir um alles, was wir möchten bitten, und Gott wird es erfüllen. Die Bedingung ist eindeutig: es ist nur möglich, wenn diese intime Beziehung haben und das Wort Gottes in uns ist. Nur so kann auch Jesus garantieren, dass das worum wir bitten und Gott tut, auch seinem Willen entspricht, und nicht persönlichen egoistischen Wünschen in uns.
In was wird der Vater verherrlicht? Was bedeutet, Frucht zu geben? Von welcher Frucht spricht er? Gott wird verherrlicht, wenn wir durch das Vertrauen in Jesus und den Antworten auf unsere Bitten an ihm viel Frucht geben. Die Frucht, die wir dann zeigen, ist die einer so intimen Beziehung mit Jesus, dass andere Menschen ihn durch uns erkennen können.
Was führt, dass wir zu Jünger Jesu werden? Dass wir die Frucht produzieren, die von Heiligen Geist in uns, durch der intimen Beziehung mit Jesus und den Vater, kommt.
Gleich wie mich der Vater liebt (Gr. Agape), so liebe ich euch; bleibt in meiner Liebe! Wenn ihr meine Gebote (Vorschriften, Verordnungen) haltet (einhaltet), so bleibt (werdet ihr sein) in meiner Liebe, gleichwie ich die Gebote meines Vaters gehalten (eingehalten) habe und in seiner Liebe geblieben bin. Dies habe ich zu euch geredet, damit meine Freude in euch bleibe (sei) und eure Freude völlig (vollständig) werde.
Wie hat Jesus seine Jünger geliebt? In derselben Art und Weise wie der Vater den Sohn liebt.
Was befiehlt er ihnen? Dass wir in seiner Liebe bleiben.
Was geschieht, wenn wir seine Vorschriften halten? Wenn wir seine Vorschriften halten, dann bleiben wir in Jesu Liebe.
Warum sagt Jesus dies zu seinen Jüngern? Von welcher Freude spricht er? Warum würde die Freude vollständig sein? Damit sie die Freude Gottes in ihrem Leben haben. Er spricht von der Freude der Errettung, das Wissen, dass durch sein Werk am Kreuz, wir wieder die Möglichkeit haben, eine intime und persönliche Beziehung mit Gott zu haben. Diese Freude ist vollständig, weil es nicht nur die Sicherheit der Errettung gibt, sondern auch, dass wir mit dieser intimen und persönlichen Beziehung mit Gott rechnen.
Das ist mein Gebot (meine Vorschrift), dass ihr einander liebt (Gr. Agape), gleichwie (in derselben Art und Weise) ich euch geliebt habe. Größere (im größeren Maß) Liebe hat niemand, als die, dass einer (eine Person) sein Leben lässt (hergibt) für seine Freunde. Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was immer ich euch gebiete (befehle). Ich nenne euch nicht mehr Knechte (Sklaven), denn der Knecht (Sklave) weiß nicht, was sein Herr tut; euch aber habe ich Freunde genannt, weil ich euch alles verkündet habe, was ich von meinem Vater gehört habe.
Welches Gebot gibt Jesus? Was bedeutet, dass wir uns einander lieben sollen, wie Jesus uns geliebt hat? Wie hat uns Jesus geliebt? Wir sollen uns einander mit derselben Agape-Liebe lieben, mit der er uns liebt. Das bedeutet, eine vollständig hingegebene Liebe, die den Wohlstand und die Errettung der Menschen um uns herum sucht. Eine Liebe, in der wir zuerst danach trachten, die anderen wachsen zu sehen, bevor wir nach unserem eigenen Wohlstand suchen. Es bedeutet, eine selbstlose Liebe, sogar soweit, dass wir für unsere Freunde sterben. Jesus hat uns auf diese Art und Weise geliebt: er gab sein Leben für unsere Errettung, für unser Wohlstand.
Welche ist die größte Liebe? Was genau bedeutete das zur Zeit Jesu? Die Liebe, die sich für andere hingibt, damit sie errettet werden. In Jesu Zeit bedeutete das ein schmerzvoller Tod und Folterung. Außerdem, war dies nicht üblich, da jeder so lebte, dass er nicht sein Wohl und das seiner Familie auf dem Spiel setzen wollte. Die Jünger und die ersten Christen haben diese Liebe so gut verstanden, dass sie sogar willig waren zu sterben und ihr Leben unter Risiko zu stellen, damit andere Jesus kennen lernen konnten. Die römischen Geschichtsschreiber erzählen, dass in Zeiten von Pandemien, während Familien die kranken Mitglieder aus dem Haus aussetzten, viele Gläubige diese aufnahmen, trotz des Risikos selbst zu erkranken und zu sterben. Und diese Liebe führte dazu, dass viele ihr Leben Christus übergaben. Die Liebe, die die Gläubigen unter sich und zu denen, die in Not waren zeigten, war einer der wichtigsten Eigenschaften der Urgemeinde.
Wer sind Jesu Freunde? Was befiehlt Jesus uns? Wie viele Befehle/Vorschriften hat er bisher gegeben? Welche? Wer das tut, was Jesus sagt, ist sein Freund. Jesus hat grundsätzlich nur zwei Befehle/Vorschriften gegeben: liebe Gott mit all deiner Kraft, all deinem Herzen, all deiner Seele und all deinem Geist, und liebe deinem Nächsten, in derselben Form, in der du dich selbst liebst. Damit hat er alle Gesetze Mose abgedeckt und zusammengefasst.
Was ist der Unterschied zwischen einem Sklaven und einem Freund? Welches Privileg hat ein Freund, dass der Sklave nicht hat? Wozu ist es gut zu wissen, was der Herr weiß? Ein Sklave ist einer Autorität untergeordnet, die ihm sagt, was er wann tun soll und hat keinen Zugang zu privaten und relevanten Informationen, nur zu diesen, die mit der Aufgabe zu tun haben, die ihm aufgetragen wurde, damit er diese erledigen kann, ohne den Grund dafür zu kennen. Ein Freund erfährt die Gründe der Handlungen und hat Zugang zu privaten Informationen, die nicht für jeden gedacht sind, denn es existiert ein größeres Vertrauen. Wenn wir diese Informationen haben, können wir besser die Gründe für Gottes handeln verstehen und seinen Plan erkennen. Der Sklave erkennt nicht die Hintergründe und kann nur handeln, ohne den Sinn des ihm befohlenen zu erkennen; der Freund versteht, warum dieser Auftrag relevant ist.
Wie ist es, dass Jesus uns teilhaben lässt, an dem, was er vom Vater weiß? Was bedeutet das für uns? Wenn wir Jesu Freunde sind, hat er uns das offenbart, was der Vater ihm gezeigt hat; wir haben direkten Zugang zu den Plänen und Gründe Gottes. So können wir uns mit seinen Plänen ausrichten und mit ihm zusammenarbeiten, um Gottes Ziel und Vision für die Menschheit zu erreichen: sein Reich in jedem Leben zu errichten.
Nicht ihr habt mich erwählt (ausgesucht), sondern ich habe euch erwählt (ausgesucht) und euch dazu bestimmt, dass ihr hingeht (weggeht) und Frucht bringt (produziert) und eure Frucht bleibt, damit der Vater euch gibt, was auch immer ihr ihn bitten werdet in meinem Namen (Autorität, Charakter). Das gebiete (befehle) ich euch, dass ihr einander liebt.
Wer hat uns ausgesucht? Warum ist es wichtig dies zu verstehen? Können wir Jesus aussuchen? Gott selbst hat uns ausgesucht. Es ist wichtig dies zu wissen, denn es zeigt, dass Gott die Initiative genommen hat (schon im Paradies!), und dass er die Kontrolle über seinen Plan hat. Gott ist uns zuvorgekommen, und obwohl wir entscheiden können, ihm zu dienen, ihm zu gehorchen und eine Beziehung mit ihm zu haben, konnten wir ihn nicht zuerst aussuchen.
Wozu hat uns Jesus ausgesucht? Was bedeutet, dass wir gehen sollen? Was, dass wir Frucht geben sollen? Welche Frucht? Warum ist es wichtig, dass unsere Frucht bleibt? Jesus hat uns mit dem Ziel ausgesucht, uns die Mission zu geben, anhaltende geistliche Frucht zu produzieren. Aber die Frucht kommt nicht, wenn wir Still bleiben und warten, dass die Leute auf uns zukommen. Sie wird nur produziert, wenn wir in die Nationen gehen, wie er es in Matthäus 28 befohlen hat. Wir müssen aus unseren vier Wänden und unserer Komfortzone raus, um anhaltende (und nicht kurzfristige) Frucht zu geben. Diese Frucht ist, die Errettung von Menschen, deren Heilung, aber über alles, die Wiederherstellung der intimen Beziehung zwischen Gott und den Menschen. Es ist wichtig, dass diese Frucht anhält, damit die Menschen, die diese Beziehung mit Gott angefangen haben, auch in ihm bleiben, egal welche Umstände das Leben mit sich bringt.
Was geschieht, wenn wir Frucht geben und diese bleibt? Wenn wir Frucht geben und diese anhält, verspricht Jesus, dass alles, um was wir den Vater in Jesu Namen bitten, er uns das geben wird. Wenn wir aus Liebe zu den anderen für sie etwas erbitten, indem wir Frucht geben, die anhält, dann weiß der Vater, dass wir nach seinem Willen bitten und nicht egoistisch für uns selbst, sondern für die anderen; dann antwortet er, indem er gibt, was wir erbitten (Errettung, Heilung, Freiheit, finanzielle Versorgung, Auferweckung und viel mehr).
Was befiehlt Jesus wieder? Warum betont er das wieder? Jesus erinnert nochmal daran, dass dies sein Gebot ist: einander zu lieben, so, wie er uns liebt. Es ist wichtig zu verstehen, dass diese Liebe nicht egoistisch ist und auch nicht darauf bedacht ist, etwas für uns zu bekommen. Es ist geben, ohne was dafür zu erwarten, weder von Menschen, noch von Gott. Es ist lieben, mit dem Ziel, dass andere den Plan Gottes für ihr Leben erreichen. Lieben, um zu sehen, wie Gott im Leben meines Nächsten wirkt, auch wenn gerade in meinem Leben, die Sachen nicht so aussehen, wie wir uns das wünschten. Wir vergessen dies und tendieren dazu egoistisch zu sein, indem wir zuerst daran denken, was der aus der Sache nehmen oder gewinnen können. Deshalb muss er es wieder betonen.
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