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Johannes 14:15-31 – Das Abendmahl – letzter Teil

  • Autorenbild: David Roncancio
    David Roncancio
  • 11. Juli 2021
  • 10 Min. Lesezeit

Das letzte Gespräch, das Jesus mit seinen Jüngern während des Abendmahls hat, bevor er in den Garten Gethsemane geht, hat mit dem vorherigen Thema über Glaube und größere Werke zu tun. Jesus fängt an über den Heiligen Geist zu reden und über sein Werk in ihnen, und auch über das, was geschehen wird.


Liebt (Gr. agape) ihr mich (Falls ihr mich liebt), so haltet (gehorcht) meine Gebote (Vorschriften, Verordnungen)! Und ich will den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand (Tröster, Fürsprecher - Gr. parakletos: der Herbeigerufene, Vermittler Anwalt) geben, dass er (bei/in euch) bleibt in Ewigkeit, den Geist (Gr. pneuma: Atem, Brise) der Wahrheit, den die Welt (Gr. kosmos) nicht empfangen (von: fassen – gewaltsam) kann (in der Lage ist), denn sie beachtet (erkennt) ihn nicht und erkennt (kennt) ihn nicht; ihr (aber) erkennt ihn, denn er bleibt (lebt) bei euch und wird in (feste Position) euch sein. Ich lasse euch nicht als Weisen zurück; ich komme (Zukunftsform) zu euch.


Was tun die, die Jesus lieben? Was bedeutet seine Gebote zu befolgen oder halten? Die, die Jesus lieben, halten die Vorschriften, die er gelehrt hat. Das heißt, sie befolgen alles, was Jesus gesagt hat, dass wir tun sollen, und sie tun es auch. Aber wir brauchen eine bedingungslose Liebe um ihn zu gehorchen.


Was wird Jesus als Liebesbeweis tun? Als Zeichen der Liebe, sendet er den Heiligen Geist, damit er unser Fürsprecher ist, und immer mit uns ist. So werden wir die Kraft Gottes haben um die Gebote, die wir halten wollen, zu befolgen.


Was bedeutet es, dass er uns einen anderen Beistand gibt? Wozu brauchen wir einen Beistand? Wer ist dieser Beistand oder Fürsprecher? Der Fürsprecher ist der Heilige Geist. Wir brauchen ihn, weil Jesus selbst nicht mehr in Fleisch und Blut mit uns ist, aber wir brauchen noch seine Macht und Kraft, um seine Gebote halten zu können. Den Heiligen Geist brauchen wir auch um die Wahrheit der Schrift zu verstehen und den Feind besiegen zu können. Er spricht für uns vor Gott um uns von den Anklagen Satans zu verstreten.


Warum ist die Welt nicht in der Lage den Geist der Wahrheit zu empfangen? Was bedeutet das? Die Welt ist nicht in der Lage den Heiligen Geist zu fassen, weil sie keine Beziehung zu ihm hat, denn sie hat keine Beziehung zu Gott und akzeptiert Gottes Wahrheit nicht. Nur, wer diese persönliche Beziehung mit Gott hat, hat Zugang zum Geist Gottes, denn Gott und er sind eins.


Warum kennen die Jünger den Geist der Wahrheit? Was bedeutet, dass er ist und sein wird? Die Jünger haben die Beziehung mit Gott und Jesus, die ihnen erlaubt auch immer in einer Beziehung mit dem Heiligen Geist zu sein. Und die Beziehung ist so tief, dass der Heilige Geist schon in ihnen wohnt und Teil von ihnen ist.


Warum sagt Jesus, dass er uns nicht als Weisen zurücklässt? Was bedeutet, dass er zu uns kommen wird? Jesus ist auch der Vater, und er erinnert uns daran, dass wenn er in den Himmel geht, wir nicht alleine bleiben, sondern, dass sein Geist in uns wohnt und uns in der Beziehung als Kinder Gottes hält. Außerdem, hat er versprochen für uns zurückzukommen, sobald die Zeit dafür erfüllt ist.


Noch eine kleine Weile (Zeitspanne), und die Welt (Gr. kosmos) sieht (erkennt) mich nicht mehr; ihr aber seht (erkennt) mich; weil ich lebe, sollt auch ihr leben! An jenem Tag werdet ihr erkennen (wissen), dass ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch.


Was meint Jesus mit einer kleinen Weile und die Welt wird ihn nicht mehr sehen, aber die Jünger doch? Er spricht von seinem Tod und Gang in den Himmel. Die Welt, d.h., die Menschen, die keine Beziehung zu ihm haben, werden ihn körperlich nicht mehr sehen und werden ihn deshalb nicht erkennen, während die Jünger ihn durch den Heiligen Geist weiter sehen und erkennen, und so wissen, dass er da ist, obwohl es nicht körperlich ist.


Was heißt es, dass sie leben werden, obwohl sie noch nicht gestorben sind? Jesus spricht vom ewigen Leben, das Leben in der Kraft und macht des Geistes, nicht ein physisches Leben.


Was wird noch an ‚jenem Tag’ passieren? Von welchem Tag spricht Jesus? Er spricht vom letzten Tag, wenn er zurückkommt um die Welt zu richten. In dem Moment werden seine Jünger die Einheit zwischen Gott, den Sohn und uns selbst (als Nachfolger) erkennen und verstehen.


Wie kann es sein, dass Jesus im Vater ist, und wir in ihm, und er in uns? Hier spricht er über die Innigkeit der Einheit zwischen Gott, ihm und wir. Es ist so, als wären wir alle eine einzige Person die in der anderen ist.


(Wer ist es, der mich liebt?) Wer meine Gebote festhält (zu eigen macht) und sie befolgt (hält), der ist es, der mich liebt (gr. ágape); wer aber mich liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren (zeigen – persönlich).


Was tut oder zeigt der, der Jesus liebt? Was heißt seine Gebote ‚zu eigen machen’ und ‚halten’? Wer Jesus auf bedingungslose Weise liebt, tu alle seine Gebote und befolgt sie.


Was geschieht mit dem, der Jesus liebt? Was bedeutet, dass Jesus sich jemanden persönlich offenbart? Wer Jesus liebt, hat das Privileg auch von Gott dem Vater geliebt zu werden. Diese Nähe erlaubt ihm Gott direkt kennenzulernen, von Angesicht zu Angesicht. Aber diese Liebe muss bedingungslos sein, damit dies möglich ist. Es kann sein, dass diese Offenbarung während unseres Lebens mit ihm geschieht, oder dass Jesús hier über den Moment spricht, wenn wir schon mit ihm im Himmel sind, nach seiner Rückkehr.


Da spricht Judas - nicht der Ischariot – zu ihm: Herr, wie kommt es, dass du dich uns offenbaren (zeigen – persönlich) willst und nicht der Welt?

Jesus antwortete und spricht zu ihm: Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort befolgen (halten, festhalten – wie in einer Burg), und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. Wer mich nicht liebt, der befolgt (hält) meine Worte nicht; und das Wort, das ihr hört, ist nicht mein, sondern des Vaters, der mich gesandt (entsandt) hat.


Judas, auch Thaddeus genannt (Matthäus 10:2-5; Markus 3:16-19), war einer von den Jüngern. Laut der Tradition war er Sohn des Jakobus (Lukas 6:12-15; Apostelgeschichte 1:13). Katholiken und Protestanten können sich nicht über sein vorheriges Leben einigen.


Was bedeutet die Frage, die Judas Thaddeus stellt? Welchen Unterschied oder welche Wichtigkeit gab es daran, dass Jesus sich den Jüngern zeigt aber nicht der Welt? Die Frage zeigt, dass Jesus sich nicht jedem in der Welt klar und deutlich als Gott gezeigt hat, sondern nur den Jüngern. Das war wichtig um das Fundament einer Nachfolge aufzubauen, die auf einer Beziehung mit ihm basiert, und damit nicht noch eine Religion entstand, die nur auf seine Göttlichkeit basiert, aber ohne eine direkte Beziehung mit ihm.


Wie antwortet Jesus? Was hat die Antwort mit der Frage zu tun? Die Antwort Jesu geht auf das letzte zurück: nur wer eine Beziehung mit ihm hat und deshalb auch alles hält, was er sagt, kann damit rechnen, dass Gott und er selbst in ihm leben. Und nur so, kann sich Gott in und zu uns offenbaren.


Was tut der, der Jesus liebt? Was bedeutet es, das Wort zu halten? Welches Wort? Was geschieht mit dem, der das Wort befolgt? Was werde Jesus und der Vater mit dieser Person tun? Was bedeutet, dass der Vater und Jesus in uns leben/wohnen? Wer Jesus liebt hält sein Wort in ihm. D.h., er befolgt alles, was Jesus und Gott durch die Bibel, die Propheten und persönlich sagen. Wenn wir also das Wort in uns behalten, können der Vater und Jesus durch den Heiligen Geist aus Liebe in uns leben. Und wenn sie in uns leben, sehen uns die Menschen nicht mehr als typisch ‚normale‘ Personen, sondern sie fangen an Gott in und durch uns zu sehen.


Was passiert mit dem, der Jesus nicht liebt? Was sind seine Eigenschaften? Wer Gott nicht bedingungslos liebt, befolgt nicht das, was er sagt, er hält diese Worte nicht in ihm.


Von wem sind die Worte, die die Jünger hören? Warum ist es wichtig dies zu wissen? Was Jesus gesagt hat, sind nicht seine eigenen Worte, sondern sie kommen von Gott selbst, vom Vater. D.h., dass diese keine spezielle Erfindung Jesu sind, sondern dass es schon in den Schriften, die sie kennen stand, und bestätigen, das, was sie wissen. Es ist auch wichtig dies zu wissen, weil es damit eindeutig ist, dass Jesus direkt vom Vater autorisiert ist, das zu sagen, was er sagt.


Dies habe ich zu euch gesprochen, während ich noch bei euch bin; der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden (entsenden) wird in meinem Namen (Autorität, Charakter), der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern (leise zur Erinnerung bringen), was ich euch gesagt habe.


Warum sagt Jesus das alles? Weil er noch mit ihnen ist und er sie noch vorbereiten muss, für wenn er nicht mehr bei ihnen ist, damit sie nicht entmutigt werden und verstehen, dass sie nicht allein sein werden.


Wen wird der Vater im Namen Jesu senden? Den Heiligen Geist, also er selbst, aber in geistlicher, nicht körperlicher Form.


Was wird der Heilige Geist tun? Was wird er uns lehren? An was wird er uns erinnern? Der Heilige Geist wird uns alles lehren und daran erinnern was Jesus gesagt hat und was in den Schriften steht, was relevant für unser Leben in und mit ihm ist.


Laut dem, heute, wo Jesus nicht unter uns weilt, wer ist unser Lehrer/Meister? Warum ist es wichtig, dies zu wissen? Jesus selbst, durch den Heiligen Geist und das Wort Gottes, ist unser Meister. Es ist sehr wichtig dies zu wissen, da es sehr viele Pastoren, Apostel, Lehrer, Propheten, usw. gibt, die anderes lehren, von denen Jesus nie gesprochen hat. Aber Jesus selbst hatte ja schon davor gewarnt. Viele dieser falschen Pastoren und Lehrer blockieren unser geistliches Wachstum, indem sie Bedingungen und Voraussetzungen für die Nachfolge Christi stellen, und das, was Jesus uns direkt durch den Heiligen Geist befielt zu tun. Deshalb ist es sehr wichtig, dass wir eine starke, direkte und bedingungslose Beziehung mit Gott haben, die uns erlaubt Jesus zu erkennen und klar zwischen dem, was Gott uns gerade sagt und dem, was andere Personen erhoffen, dass wir angeblich im Namen Gottes tun sollen, zu unterschieden. Ohne diese direkte Beziehung zu Gott, sind wir verloren und sind leichte Beute der falschen Pastoren, Lehrer, Propheten, Apostel, usw.


Frieden hinterlasse ich euch; meinen Frieden gebe ich euch. Nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch; euer Herz erschrecke nicht und verzage nicht!


Was hinterlässt Jesús seinen Jüngern? Was gibt er ihnen? Welchen Unterschied gibt es zwischen den Frieden, den er hinterlässt und den Frieden, den er gibt? Jesus lässt und gibt ihnen Frieden. Der Frieden, den er hinterlässt, ist die Gewissheit, wer sie in Jesus sind, dass sie ihn kennen und wissen, dass die Heiligen Schriften in Erfüllung gegangen und wahr sind. Der Frieden, den er ihnen gibt, ist der Frieden, der vom Heiligen Geist kommt, das Wissen, dass sie errettet sind und er für sie wiederkehrt.


Was bedeutet, dass der Frieden, den er gibt, anders ist, als der, den die Welt gibt? Welche Art von Frieden gibt die Welt? Welche Art von Frieden gibt Jesus? Wenn die Welt über Frieden spricht, spricht es über die nicht Existenz von Krieg, Leid und Armut; also einen externen Frieden, der auf unsere körperlichen Emotionen und Gefühle beruht. Jesus spricht aber von einem geistlichen inneren Frieden; die Art von Frieden, der uns erlaubt, ohne Zukunftsängste, ohne Angst vor dem Tod, noch vor Leid zu leben. Ein sehr viel mächtigerer Friede, den der, den die Welt sucht.


Warum bitte Jesus sie nicht zu erschrecken und zu verzagen? Vor was könnten sie Angst haben? Was hat das mit dem Frieden zu tun, den er ihnen gibt? Der Friede, den Jesus gibt, basiert auf dem Glauben und Vertrauen. Wenn sie verstehen, dass sie in jedem Moment oder jeder Situation ihm vertrauen können, werden sie vollständigen Frieden haben, und nicht wird sie erschrecken. Wenn sie aber den Frieden suchen, den die Welt anbietet, werde sie immer Angst haben, da ihnen das Vertrauen an Jesus fehlt und dieser Frieden immer von Menschen und nicht von Gott abhängig ist.


Ihr habt gehört, dass ich euch sagte: Ich gehe hin, und ich komme zu euch! Wenn ihr mich leib hättet, so würdet ihr euch freuen, dass ich gesagt habe: Ich gehe zum Vater; denn mein Vater ist größer als ich. Und nun habe ich es euch gesagt, ehe es geschieht, damit ihr glaubt (vertraut), wenn es geschieht.


Was haben die Jünger gehört, was Jesus ihnen sagte? Was bedeutet, dass er geht, aber wiederkommt? Sie hatten mehrmals von Jesus gehört, das ser geht, aber auch zurückkommt. Er spricht von seiner Himmelsfahrt und sein zweites Kommen in der Zukunft. Damit stellt er klar, dass er sie nicht verlässt, sondern wieder für sie zurückkehrt.


Was hat Jesus zu lieben mit froh sein, weil er zum Vater geht, zu tun? Wie beeinflusst das Wissen, dass der Vater viel größer ist? Die Liebe ist nicht egoistisch. Deshalb freut sie sich, dass der Sohn wieder in Einheit mit dem Vater sein kann. Aber wir können uns auch freuen, weil das bedeutet, dass Jesus sein Reich bekommt und er so den Pakt, den er versprochen hat, erfüllen kann: einen Ort für uns zu bereiten und für uns, die an ihm glauben, zurückzukommen, um uns mit ihm zu nehmen, um gemeinsam mit ihm zu regieren. Der Vater ist größer und wenn Jesus nicht zum Vater zurückkehrt, kann dieser nicht den Heiligen Geist senden, der sie bis ans Ende, wenn er wiederkommt, begleiten wird.


Warum sagt Jesus ihnen das in diesem Moment? Warum müssen sie glauben, wenn es geschieht? Er sagt ihnen das, damit sie sich vorbereiten und Glauben aufbauen, denn sobald er weg sein würde, würden sie stark verfolgt werden, und sie werden nur in der Lage standhaft zu bleiben, wenn sie den Glauben haben zu vertrauen, dass Jesus mit ihnen ist und zurückkommt.


Ich werde nicht mehr viel mit euch reden; denn es kommt (ist da) der Fürst dieser Welt, und in mir hat er nichts (er hat keine Macht, keinen Anklagegrund). Damit aber die Welt erkennt (weiß), dass ich den Vater liebe und so handle, wie es mir der Vater geboten hat: Steht auf und lasst uns von hier fortgehen!


Warum hört Jesus auf zu reden? Wer kommt gerade? Wer ist ‚der Fürst dieser Welt’? Jesus beendet sein Gespräch am Tisch während des Mahls, indem er den Jüngern Bescheid gibt, dass der Moment gekommen ist, indem er in Satans Hände, den Fürst dieser Welt, übergeben wird.


Was hat der ‚Fürst dieser Welt nicht’? Trotzdem wird Gott erlauben, dass Satan vorübergehend Macht über Jesus hat. Warum? Satan hat keine Autorität über Jesus, aber aus Gehorsam zum Vater, erlaubt Jesus ihm vorübergehend, das zu tun, was er will. Satan denkt damit, dass er Gottes Plan zerstören kann, ohne zu wissen, dass das, was er tun wird, es eigentlich erfüllt. Dies alles tut Jesus aus Gehorsam und Liebe zum Vater, und damit die Menschen diese Liebe und Gehorsam (nicht nur zum Vater, sondern auf für sie) sehen.


Wie zeigt Jesús, dass er den Vater liebt? Indem er Gehorsam ist, beim Erfüllen von dem, was er ihn geboten hat und den Plan Gottes zur Errettung der Menschheit.


Jesus beendet diese Zeit nach dem Mahl und bitten sie aufzustehen um zu gehen. Wie wir später sehen werden, endet das Gespräch nicht hier, sondern es wird weitergeführt, während sie auf dem Weg zum Garten Gethsemane (wo Jesus immer betete) sind. Er lehrt sie weiter.

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