Johannes 14:1-14 – Das Abendmahl – Teil 3
- David Roncancio
- 23. Mai 2021
- 8 Min. Lesezeit

Jesus und die Jünger sitzen zusammen am Tisch um das wichtigste Mahl des Passahfests zu feiern. Judas ist nicht mehr bei ihnen und während sie essen, lehrt sie Jesus über wichtige Prinzipien des Reich Gottes und bereitet sie auf seinen Tod vor.
Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt (vertraut) an Gott und glaubt (vertraut) an mich! Im Haus (gr. oikos: Haushalt, Familie) meines Vaters sind viele Wohnungen; wenn nicht, so hätte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten – (Oder: wäre es nicht so, hätte ich euch nicht gesagt, dass ich eine Stätte für euch bereite). Und wenn ich hingehe und euch die Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen (und werde euch in meiner Nähe aufnehmen; werde ich mich mit euch vereinen (in einer intimen oder familiären Beziehung)), damit auch ihr seid, wo ich bin. Wohin ich aber gehe, wisst ihr, und ihr kennt den Weg (implizit auch: den Prozess).
Warum bittet Jesus seinen Jüngern keine Angst zu haben? Wovor könnten sie Angst haben? Sobald Jesus betrogen und ausgeliefert werden würde, würde eine starke Verfolgung gegen alle, die an ihm glaubten, anfangen. Deshalb bereitet sie Jesus vor, indem er sie daran erinnert, dass sie keine Angst haben müssen, vor dem was passieren wird.
Was sollen die Jünger machen um keine Angst zu haben? Warum? Sie sollen an Jesus glauben, ihm vertrauen, weil er wiederkommt um sie zu holen.
Was bedeutet (an) Gott und Jesus ‚glauben/vertrauen’? Das griechische Wort für Glaube ist ‚pistes’. Dieses Wort bedeutet auch Vertrauen. Das heißt, dass der Glaube nicht nur das Glauben an sich ist, indem man glaubt, dass Jesus Gott ist und für unsere Sünden gestorben und auferweckt ist, sondern auch das Vertrauen in allem, was er sagt; nicht nur an ihm glauben, sondern auch seinen Worten.
Was bedeutet das Wort ‚oikos’ im Unterschied zum Wort, das für Haus oder Wohnung benutzt wird? Es impliziert auch eine Familie. Es Word nicht nur von einem Ort oder Raum gesprochen, sondern vom gesamten Lebenskontext in diesem Platz: die Familie.
Wie wissen wir, dass es wahr ist, dass Jesús gegangen ist, um den Jüngern einen Wohnort vorzubereiten? Weil er es sagte und er immer seine Versprechen hält, denn er ist Gott selbst.
Laut Jesus, was bedeutet, dass er geht um einen Platz für die Jünger vorzubereiten? Das ser auch zurückkommt um sie und uns zu holen.
Was bedeutet, dass Jesus zurückkehrt und sie aufnimmt? Jesus spricht hier über sein zweites Kommen, wenn er zurückkommt um seine Ekklesia mitzunehmen, damit sie für immer mit ihm in einer intimen Einheitsbeziehung sein wird.
Die Botschaft an die Jünger war privat, gilt sie dann auch für uns? Warum? Ja, weil wir Teil der Ekklesia sind, die auf Jesus wartet.
Welcher ist der Weg und der Prozess um dorthin zu gelangen wo Jesus gegangen ist? An ihm zu glauben und alles tun, was er uns befohlen hat zu tun.
Thomas (der Zwilling) spricht zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehts, und wie können wir den Weg (die Route) kennen?
Jesus spricht zu ihm: Ich bin (gr. ego eimi) der Weg (die Route – implizit: der Prozess) und die Wahrheit und das Leben; niemand (nicht mal einer) kommt (geht) zum Vater als nur durch mich!
Jesus hat gerade bestätigt, dass die Jünger den Weg zum Vater kennen. Warum sagt Thomas das Gegenteil? Was hat er noch nicht verstanden? Wohin geht Jesus? Thomas hat nicht verstanden, dass Jesus sterben, wiederauferweckt und in den Himmel gehen muss, um das zu erfüllen, was er versprochen hat.
Was bedeutet, dass Jesus der Weg/die Route ist? Dass durch ihm, durch unseren Glauben und Vertrauen an/in ihm, wir auch den Weg zum Himmel finden, um mit ihm zu sein.
Was bedeutet, dass er die Wahrheit ist? Dass alles, was er sagt, der Wahrheit entspricht und es keine Lüge ist. Wenn wir glauben/vertrauen an, das was er gesagt hat, dann erkennen wir was die Wahrheit ist und was nicht.
Was bedeutet, dass er das Leben ist? Dass nur er uns ewiges und vollkommenes/großzügiges Leben geben kann, da nur er allein, der einzige sein würde, der durch seine Auferstehung die Macht des Todes besiegen würde.
Es gibt nur einen Weg zum Vater, zu Gott zu kommen. Welcher? Warum? Nur durch Jesus selbst. Nicht nur weil Jesus alles tat, was der Vater tat, auch nicht nur weil der Vater und er eine Einheit sind, sondern ganz speziell, weil er und der Vater ein und der selbe Gott sind. Wenn wir dann in Jesus sind, sind wir automatisch in den Vater, in Gotte selbst.
Laut dieser Aussage, können die guten Werke, ein gutes Herz, die Teilnahme an einer Kirche oder Gottesdienst, usw. uns erretten? Was ist das einzige, was uns erlaubt in einer persönlichen Beziehung zu Gott zu sein? Wie sieht das praktisch und nicht religiös aus? Keine menschliche Aktivität, noch Almosen, noch Regeln, noch Religiosität, usw. können uns erretten. Nur der Glaube/das Vertrauen in Jesus rettet. Das heißt, praktisch gesehen, dass unser Hauptziel sein muss, eine intime uns persönliche Beziehung mit Gott zu haben, bevor wir irgendetwas für ihn machen (was eigentlich auch ein Missverständnis ist). Wenn wir ihn vertrauen und uns von ihm leiten lassen, werden wir nicht nur errettet sein, sondern wir werden auch mit ihm arbeiten beim Etablieren des Reich Gottes und das Führen anderer Menschen zu ihm.
Wenn ihr mich erkannt (kennengelernt) hättet, so hättet ihr auch meinen Vater erkannt (kennengelernt); und von nun an erkennt (kennt) ihr ihn und habt ihn gesehen (erkannt).
Philippus spricht zu ihm: Herr, zeige uns den Vater, so genügt es uns!
Jesus spricht zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch, und du hast mich noch nicht erkannt (kennengelernt), Philippus? Wer mich gesehen (erkannt) hat, der hat den Vater gesehen (erkannt). Wie kannst du da sagen: Zeige uns den Vater? Glaubst (vertraust) du nicht, dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht aus mir selbst; und der Vater, der in mir wohnt (bleibt), der tut die Werke. Glaubt (vertraut) mir, (wenn ich euch sage,) dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist; wenn nicht, so glaubt (vertraut) mir doch um der Werke willen!
Kennen die Jünger Jesus nachdem sie 3½ Jahre mit ihm verbracht haben? Auf welchem ‚kennen’ bezieht sich Jesus? Die Jünger kennen Jesus nicht wirklich. Sie glauben doch, weil sie eine intensive Zeit von 3 Jahren mit ihm verbracht haben, aber ihnen fehlt es Jesus auf eine intimere (nähere) Form kennen zu lernen, sein Herz, seine Natur, sein Charakter. Wenn sie ihn darüber hinaus kennengelernt hätten, würden sie wissen, dass er selbst Gott ist, dass er und der Vater die selbe Person sind.
Was passiert, wenn wir Jesus kennen? Was ist das Wichtige/Gute davon? Wer Jesús kennt, kennt automatisch auch den Vater, den beide sind eins. Das erleichtert auch das Verständnis von Gott als Vater. Ohne diesen Prozess werden wir Gott den Vater immer mit unseren menschlichen Vätern vergleichen und scheitern. Gotte der Vater ist nicht wie unsere menschlichen Eltern, er ist genauso gleich wie Jesus, denn er und Jesus sind eins.
Was zeigt Philippus Aussage? Dass Philippus noch nicht wirklich Jesus kennt.
Wer ist der Vater? Wie lernen wir ihn kennen? Jesus und der Vater sind derselbe. Wenn wir Jesus kennen und eine intime persönliche Beziehung mit ihm haben, dann kennen wir auch den Vater, denn beide sind derselbe einzige Gott.
Wie kommt es, dass wenn wir Jesus kennen, wir sofort den Vater kennen? Was bedeutet, dass Jesus in ihm ist, und dass der Vater in Jesus ist? Da Jesus und der Vater eine Einheit sind, sind sie der selbe Gott. Der eine befindet sich in dem anderen. Wir können sie nicht trennen.
In welchem Namen spricht Jesus? Welche Werke tut der Vater, der in Jesus ist? Er spricht im Namen des Vaters, im Namen Gottes. Die Werke, die er tut, sind dieselben, die der Vater selbst tut und ihm gezeigt hat, dass er sie auch tun soll.
In welchen zwei Formen sagt Jesus hier, dass man ihm glauben kann? Was bedeutet jede einzelne? Von welchen Werken spricht er? Er bittet sie, dass sie glauben, durch das, was er ihnen sagt, oder sonst, wenigstens durch das, was er getan hat. Zu glauben durch das, was er gesagt hat, das ist wahrer Glaube, denn er basiert auf Vertrauen, während glauben, durch das was wir sehen, dass Jesus getan hat, Beweise bedarf, und wenn diese nicht vorhanden sind, wird unser Glaube erschüttert. Die Werke, die Jesus getan hat, waren nicht nur die Wundertaten, sondern auch seine Art und Weise mit den Menschen umzugehen und ihnen zu helfen. Alles das, was im Neuen Testament registriert ist, sind die Werke, von denen er spricht.
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt (Glauben hat; mir vertraut), der wird die Werke auch tun (in der selben Weise), die ich tue, und wird größere (im größeren Maße) als diese tun, weil ich zu meinem Vater gehe (reise). Und alles, was ihr bitten (wonach ihr fragen) werdet in meinem Namen (Autorität, Charakter), das will ich tun, damit der Vater verherrlicht wird in dem Sohn. Wenn ihr etwas bitten werdet in meinem Namen (Autorität, Charakter), so werde ich es tun.
Welche Aussage macht Jesus? Was geschieht mit dem, der an ihm glaubt? Jesus sagt, dass wenn wir an ihm glauben, wenn wir ihm vertrauen, wir in der Lage sein werden, die selben Werke zu tun, die er tut, und sogar in einem größeren Maße.
Von welchen Werken spricht Jesus? Was bedeutet, dass sie in größeren Maßen getan werden? Er spricht von allen Liebeswerken, die er tat, sowie seine Wunder. Dass sie in größeren Maßen getan werden bedeutet, dass wir viel mehr, viel größere Sachen tun werden, als die, die Jesus getan hat, denn er hatte nur 3 Jahre um das zu tun, was er ata, während uns viel mehr Jahre zur Verfügung stehen, um das zu tun, was er tut.
Warum macht das Gehen Jesu zum Vater möglich, dass die die an ihm glauben größere Werke tun können? Weil er, wenn er zum Vater gehen würde, den Heiligen Geist senden würde, oder, er in Form des Heiligen Geistes zurückkommen würde, und so würde uns dieselbe Macht und Autorität zur Verfügung stehen, die Jesus hatte um seine Werk zu tun. So, da wir eins in Gott sind und Gott in uns, kann alles worum wir beten/bitten wahr werden. Aber nur, wenn wir eins in Glauben, Gedanken, Aktionen, usw. mit Gott sind und nicht, wenn wie nur danach trachten, unsere eigenen Nöte und Wünsche zu decken.
Was, worum wir im Namen Jesu bitten, wird er tun? Was bedeutet, dass wir im Namen Jesu bitten sollen? Alles worum wir im Sinne seines Charakters und Autorität bitten, wird er tun! Das heißt, dass nur das, was dem Willen, der Autorität und dem Charakter Gottes entspricht. Wenn wir mit egoistischen Zielen bitten, und um unsere Wünsche zu erfüllen, entspricht dies nicht seinem Namen. Aber wenn wir bitte, nachdem was Jesus selbst bitten würde, dann wird Jesus darauf antworten.
Wer macht letztendlich das Werk? Mit welchem Ziel? Die Werke werden letztendlich von Jesus getan, mit dem Ziel, dass Gott der Vater verherrlicht wird.
Dieses ‚alles’ und ‚worum ihr bittet’, was hat es mit dem vorigen Teil zu tun, die selben Werke Jesu zu machen, aber in größeren Maße? Was bedeutet dann wirklich ‚alles’? ‘Alles’ bedeutet, wie schon gesagt, alles das, was dem Charakter und der Natur Gottes entspricht, seinem Willen und nicht unseren eigenen Wünschen und unserer menschlichen Natur.
Dies zeigt eindeutig, dass einige Theologien und Lehren, die von einigen religiösen Gruppen vertreten werden, falsche Lehren sind, wie z.B. das Wohlstandsevangelium, beim dem man sucht, zuerst unsere persönliche Nöte und Wünsche zu befriedigen, indem man Gott und die Menschen manipuliert, damit sie geben und Sachen für Gott tun, um so gesegnet zu werden. Was Jesus hier sagt, stellt klar, dass die Werke, die wir tun, die größer sind, nur möglich sind, wenn wir nach dem bitten und handeln, was im Herzen Gottes und nicht unserem ist.
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