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Johannes 13:31-38 – Das Abendmahl – Teil 2

  • Autorenbild: David Roncancio
    David Roncancio
  • 15. Mai 2021
  • 5 Min. Lesezeit

Jesus und seine Jünger liegen zusammen zu Tisch um das wichtigste Mahl des Passahfests zu feiern. Nachdem er ihnen die Füße gewaschen hat, als Zeichen der Art von Leiterschaft, die sie untereinander haben sollen, und nachdem Judas gegangen ist, lehrt Jesus weiter seine Jünger über andere wichtige Prinzipien des Reich Gottes.


Als (er) Judas nun hinausgegangen war, sprach Jesus: Jetzt ist der Sohn des Menschen verherrlicht, und Gott ist verherrlicht durch ihn (in ihm)! Wenn Gott verherrlicht ist durch ihn (in ihm), so wird Gott auch ihn verherrlichen durch sich selbst, und er wird ihn sogleich verherrlichen.


Jesus wartet bis Judas gegangen ist, um seine Jünger auf das Kommende vorzubereiten. Bis zu einem gewissen Punkt ist das was kommt, so etwas wie ein ‚letzter Wille’ von Jesus für seine Jünger, und gleichzeitig die Grundlagen für das, was später kam: die Ekklesia.


Was bedeutet, dass der Sohn des Menschen verherrlicht wird? In wem wird er verherrlicht? Es bedeutet, dass es jetzt eindeutig sein würde, dass Jesus Gott ist und Gott Jesus. In Gott selbst würde Jesus verherrlicht werden und die Menschen würden erkennen, dass er Gott ist.


Nachdem was Jesus sagt, wird das noch geschehen oder ist das schon passiert? Was heißt es, dass es schon passiert ist? Zum Zeitpunkt als Jesus dies sagt, ist es noch nicht geschehen. Dies passiert zum Zeitpunkt seiner Auferstehung; was bedeutet, dass zum jetzigen Zeitpunkt Jesus schon verherrlicht ist und wir wissen, dass er der Sohn Gottes, also Gott selbst ist.


(Meine lieben) Kinder (Kindlein), nur noch eine Weile bin ich bei euch. Ihr werdet mich suchen, und wie ich zu den Juden sagte: Wohin ich gehe, dorthin könnt (seid ihr nicht in der Lage) ihr nicht kommen!, so sage ich es jetzt auch zu euch.


Warum spricht Jesus sie wie ein Vater an? Weil er und der Vater eins sind, und er wie ein Vater es mit seinen Kindern tut für sie gesorgt, sie beschützt und sie trainiert hat. Jesus war für sie ein geistlicher Vater.


Was wollte Jesus damit sagen, dass er nur noch eine Weile da sein würde? Er wusste, dass er in der selben Nacht ausgeliefert werden würde, und dass er in wenigen Tagen tot und wieder auferstanden sein würde.


Warum würden sie ihn suchen? Warum war es nicht möglich, dass sie ihn dorthin folgten, wo er hinging? In dem Moment war es unmöglich für sie ihn in den Tod zu folgen und noch mehr in die Auferstehung und in den Himmel, wo er hinging.


Ein neues Gebot (Pflicht) gebe ich euch, dass ihr einander lieben (gr. apapao) sollt, damit, wie ich euch geliebt (gr. agapao) habe, auch ihr einander liebt (gr. agapao). Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger (Lehrlinge) seid, wenn ihr Liebe (gr. apape) untereinander habt.


Welches neue Gebot gibt Jesus? Mit welchem Ziel? Das neue Gebot ist, dass sie sich untereinander lieben sollen, in der selben Art und Weise, wie Jesus ihnen seine Liebe gezeigt hatte: bedingungslos. Wenn wir uns in dieser Form lieben, wird die Welt erkennen, dass wir Jünger Jesu sind.


Was heißt es praktisch, dass wir uns einander lieben, wie Jesus und liebt? Es bedeutet, uns füreinander zu opfern um uns gegenseitig zu helfen in Jesus zu wachsen, damit andere ihn erkennen und folgen. Es ist eine bedingungslose Liebe, in der wir nicht zuerst an uns und unsere Nöte denken, sondern zuerst an andere und was sie brauchen.


Wie hat Jesus seine Liebe zu den Jüngern gezeigt? Durch den größtmöglichen Liebesbeweis: als er für alle unsere Sünden am Kreuz starb, obwohl er kein Sünder war. Als er sie schützte und sich versicherte, dass sie alles hatten, was sie brauchten, und nicht nur sie, sondern auch ihre Familien.


Warum ist es wichtig, dass wir uns einander lieben? Was bewirkt dies in den Personen, die nicht Jünger Christi sind? Wenn wir uns untereinander lieben, wachsen wir zusammen in Harmonie und wir zeigen anderen, wie Jesus war. Wenn die Menschen Jesus in uns sehen, aufgrund der Art und Weise in der wir unsere bedingungslose Liebe zeigen, werden sie zu Jesus hingelockt werden und wollen Teil dieser Art von Liebe sein.


Wie sieht dies in der Praxis aus? Die Urgemeinde hat das mehrmals vorgelebt: als sie alles, was sie hatten verkauften und den Erlös unter ihnen verkauften, damit die Nöte der Armen, Witwen und Waisen unter ihnen gedeckt wurde; als sie während der Zeit der Seuchen im römischen Reich, die aufnahmen, die aus ihren Häusern vertrieben wurden, obwohl sie sich selber anstecken und sterben könnten; als sie gemeinsam auf sich achteten und sich schützten, füreinander beteten und vielen andere Formen mehr, die wir in den geschichtlichen Aufzeichnungen der Ekklesia lesen können. Heutzutage kann man es in allem sehen, was wir für unsere Brüdern und Schwestern im Glauben tun können, indem wir zuerst an ihre Nöte vor unseren eigenen denken: z.B.: wenn wir finanziell denen helfen, die es brauchen; wenn wir alles, was wir haben mit den anderen in der Ekklesia teilen, füreinander beten, miteinander Zeit verbringen und gemeinsam essen, usw.


Simon Petrus spricht zu ihm: Herr, wohin gehst du? Jesus antwortete ihm: Wohin ich gehe, dorthin kannst (ist es nicht möglich) du mir jetzt nicht folgen (mitgehen, auf dem selben Weg gehen); du wirst mir aber später folgen.

Petrus spricht zu ihm: Herr, warum kann ich dir jetzt nicht folgen? Mein Leben (gr. psyche: Geist, Lebensatem) will ich für dich lassen (hingeben)!

Jesus antwortete ihm: Dein Leben willst du für mich lassen? Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Der Hahn wird nicht krähen, bis du mich drei Mal verleugnet (angelehnt, widersprochen) hast!


Warum will Petrus wissen, wohin Jesus geht? Was hatte er noch nicht verstanden, von allen früheren Warnungen, die Jesus gesagt hatte und die die Propheten über den Messias gelehrt hatten? Petrus ist eine der Personen, die am engsten mit Jesus vertraut war, möglicherweise einer seiner besten Freunde. Er möchte wissen, wohin Jesus geht, weil er immer dort sein will, wo er sein wird. Aber er hatte nicht verstanden, dass Jesus über seinem Tod und seine Rückkehr in den Himmel sprach. Er hatte nicht verstanden, dass dies alles geschehen musste und es im Voraus prophezeit wurde.


Jesus sagt Petrus, dass er ihn vorerst nicht folgen kann, aber, dass er es später tun würde. Was heißt das? Das bedeutet, dass irgendwann auch Petrus sterben würde und er dann dort sein könnte, wo Jesus sein würde: im Himmel. Laut der Tradition stirbt Petrus ein paar Jahre später, indem er kopfüber gekreuzigt wird, weil er sich nicht als würdig sah in der selben Position wie Jesus gekreuzigt zu werden.


Was sagt Petrus, dass er für Jesus tun würde? Er sagt, dass er, wenn nötig, willig sei für Jesus zu sterben.


Was antwortet Jesus? Warum würde Petrus Jesus verleugnen? Jesus kennt Petrus sehr gut und weiß, dass er gerne spricht bevor er nachdenkt. Er wusste, dass Petrus noch nicht soweit gehen würde, sein Leben für ihn zu geben, sondern im Gegenteil, dass die Angst vor dem Tod und dem Leid ihm dazu bringen würde zu leugnen, dass er Jesus kannte; was später auch geschieht.


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