Johannes 12:20-36 – Jesus kündigt seinen Tod an
- David Roncancio
- 2. Apr. 2021
- 7 Min. Lesezeit

Während Jesus sich in Jerusalem beim Passahfest befindet, kommen viele Menschen um ihn zu sehen und mit ihm zu sprechen. Jesus nutzt die Gelegenheit dazu seinen Jüngern an seinen Tod zu erinnern und über Satans kommendes Gericht zu lehren.
Es waren aber etliche Griechen unter denen, die hinaufkamen, um während des Festes anzubeten (gr. proskuneo: wie die Hunde, die Hand des Herrn zu lecken, niederknien). Diese gingen zu Philippus, der aus Bethsaida in Galiläa war, baten ihn und sprachen: Herr, wir möchten gerne Jesus sehen (gr. kennenlernen).
Warum beteten Griechen beim Fest an? Die Griechen, die auf dem Fest waren, um dort anzubeten, waren Personen griechischer Abstammung, die sich zum Judentum bekehrt hatten. Deshalb hielten die Tradition mindesten einmal im Jahr nach Jerusalem zu gehen, um dort anzubeten.
Laut der Bedeutung des Wortes ‚anbeten‘ in Griechisch, wie sollen wir anbeten? Das Wort ‚proskuneo’ deutet auf eine Anbetung hin, in der wir uns vor Gott niederknien als Zeichen der Demut und der Anerkennung seiner Autorität und Majestät.
Warum wollten die Griechen Jesus sehen? Sie hatten sicherlich über seine Wunder gehört, und da sie auch die Lehren über den kommenden Messias kannten, wollten sie möglicherweise sehen, ob Jesus dieser Messias ist.
Philippus kommt und sagt es dem Andreas, und Andreas und Philippus sagen es wiederum Jesus.
Jesus aber antwortete ihnen und sprach: Die Stunde ist gekommen, dass der Sohn des Menschen verherrlicht werde!
Was geschieht als die Jünger Jesus sagen, dass einige Griechen ihn sehen wollen? Jesus antwortet ihnen nicht, sondern spricht über seinen Todeszeitpunkt.
Warum antwortet Jesus so? Möglicherweise weil die Griechen offener waren und leichter geglaubt hätten, was dem jüdisch-religiösen Leitern in Israel ein noch größeres Problem bedeutet hätte. Wenn Jesus‘ Dienst und seine Mission sehr öffentlich werden würde, würde Jesus zu einer direkten Bedrohung für sie werden.
Was bedeutet, dass der Sohn des Menschen verherrlicht werde? Es bedeutet, dass ab diesen Zeitpunkt es eindeutig sein würde, dass Jesus im Auftrag Gottes kam, und dass er Gott ist, was zu seinem Tod und die Erfüllung seiner Mission führen würde.
Wer ist der Sohn des Menschen? Dieser Begriff wird benutzt um die menschliche Natur Gottes zu beschreiben als er zum Menschen wurde. In diesem Fall um Jesus als den Sohn Gottes zu beschreiben.
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn (es sei denn) das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, so bleibt es allein; wenn es aber stirbt, so bringt es viel Frucht. Wer sein Leben (gr. psyche: Lebensatem; das seelische Eigenleben) liebt (gr. fileos, Freund ist von), der wird es verlieren (lit. komplett zerstören); wer aber sein Leben in dieser Welt hasst, wird es zum ewigen Leben bewahren. Wenn jemand mir dienen will, so folge er mir nach (auf dem selben Weg sein, mitkommen); und wo ich bin, da soll auch mein Diener sein; und wenn jemand mir dient, so wird ihm mein Vater ehren.
Was sagt Jesus mit diesem Gleichnis? Er spricht darüber, dass er sterben muss, damit sein Werk vollendet wird und die erwartete Frucht bringt.
Welche Frucht meint er? Die Frucht sind die Menschen, die ihn als Gott anerkennen und ihn dann folgen.
Was möchte Jesus mit der Lehre über das Lieben des Lebens beibringen? Was heißt das für uns? Jesus stellt damit klar, dass er unser wahrer Freund ist, einer der sein Leben für uns hergibt, aus Lieben, nicht aus Pflicht. Und wenn er sein Leben hergibt, gibt er uns auch das ewige Leben. Er zeigt auch, dass das Leben in dieser Welt nicht lebenswürdig ist, sondern das ewige Leben, und dass, wenn wir zu sehr mit dem weltlichen Leben befreunden, wir dabei das ewige Leben verlieren und zerstören werden. Hassen wir aber das weltliche Leben um das ewige Leben zu erreichen, treffen wir eine bessere Entscheidung. Freund des weltlichen Lebens zu sein, heißt nach dem zu trachten wonach alle Welt sucht und aufhören das zu suchen, was Gott sucht. Wer dagegen lieber das alles verliert, auch wenn er für seinen Glauben abgelehnt, verspottet und verfolgt wird, hat sein Fokus auf das ewige Leben und erreicht es.
Was muss der machen, der Jesus dienen will? Was wird mit dem Diener passieren? Was bedeutet diese Lehre für uns? Wer Jesus dienen möchte, muss mit ihm auf dem selben Weg gehen, in die selbe Richtung. Wenn er dies tut, wird er von Gott dem Vater geehrt. Das bedeutet für uns, dass unser Lebensfokus nicht die Sicherheiten und Ziele der jetzigen Welt sein sollen, sondern das Reich Gottes. Jeder, der in dem was die Welt anbietet investiert, investiert in etwas Vorübergehendes und Vergängliches, aber wer in die Ewigkeit investiert, weiß, dass, auch wenn er hier nicht von dem hat, was die Welt anbietet, er im Reich Gottes alles haben wird, was die Welt nicht anbieten kann.
Jetzt ist meine Seele (gr. psyche: Lebensatem) erschüttert. Und was soll ich sagen? Vater, hilf mir (errette, beschütze mich) aus dieser Stunde! Doch darum bin ich in diese Stunde gekommen. Vater, verherrliche deinen Namen!
Was bedeuten die Emotionen, die Jesus hier zeigt? Jesus zeigt, dass er mit seinen Gefühlen kämpft. Er versteht ganz klar seine Mission, aber gleichzeitig spürt er auch die menschlichen Emotionen gegenüber dem Tod und dem körperlichen Schmerz, durch dem er gehen würde.
Wie geht Jesus mit seiner Angst um? Er entscheidet sich seine Mission zu erfüllen und die Kosten zu akzeptieren.
Was hatte Jesus klar? Er hatte sehr klar, was sein Ziel war, der Grund warum er auf die Erde kam.
Was lernen wir aus Jesu Haltung und seinem Umgang mit Emotionen? Dass wir dasselbe tun müssen: unser Fokus muss die Ewigkeit sein, und immer wenn wir vor schwierigen Zeiten stehen, müssen wir uns das in die Erinnerung rufen, um Mut zu schöpfen und weiterzugehen.
An wem richtet sich Jesus in diesen Momenten und worum bittet er letztendlich? Was bedeutet diese Bitte für uns? Er geht direkt zum Vater und bitten ihm sich durch ihm zu verherrlichen. Wenn die Sachen schwierig werden, sollen wir uns auch an Gott wenden und ihm bitten sich mitten in dieser Situation zu verherrlichen, statt zu bitten, dass uns die Sicherheiten dieser Welt zukommen.
Da kam eine Stimme vom Himmel: Ich habe ihn verherrlicht und will ihn wiederum verherrlichen. Die Menge nun, die dabeistand und dies hörte, sagte, es habe gedonnert. Andere sagten: Ein Engel hat mit ihm geredet!
Wie antwortet der Vater auf Jesu Bitte? Was sagt er? Der Vater antwortet direkt durch eine Stimme vom Himmel, die sich für die anderen wie ein Donner anhört. Er bestätigt, dass er Jesus schonverherrlicht hat und ihn wieder verherrlichen wird.
Wie reagiert die Menge? Warum? Die Menge erkennt Gottes Stimme nicht. Einige sagen, dass es nur ein Donner war, andere ein Engel. Für die Menschen ist es sehr schwer etwas Übernatürliches zu erklären, und sie suchen deshalb öfter die naheliegendste Logik, um das zu erklären, was für sie keine andere Erklärung hat.
Jesus antwortete und sprach: Nicht um meinetwillen (durch mich) ist diese Stimme geschehen, sondern um euretwillen. Jetzt ergeht ein Gericht über diese Welt. Nun wird der Fürst dieser Welt hinausgeworfen werden; und ich, wenn ich von der Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen.
Das sagte er aber, um anzudeuten, durch welchen Tod er sterben würde.
Laut Jesus, aus welchem Grund kam die Stimme aus dem Himmel? Was wollte Gott damit erreichen? Gott hatte auf dieser Art gesprochen, wegen der Menschen, die dort waren, damit die, die hörten, an Jesus glaubten und danach verstehen würden, was passieren würde.
Was sagt Jesus noch, und was bedeutet es? Er sagt, dass schon eine Entscheidung getroffen wurde, ein Gericht erlassen wurde, durch dem der Tod Jesu entschieden wurde, aber auch die Vernichtung Satans.
Wer ist (oder war in dem Moment) der ‚Fürst dieser Welt’? Warum wird er hinausgeworfen? Der Begriff ‚Fürst dieser Welt’ bezieht sich auf Satan. Als Jesus am Kreuz starb und danach wieder auferstanden war, erfüllte er das nötige Opfer um den Tod und die Sünde zu besiegen, und damit auch Satan. Die Welt würde wieder in Gottes Hände zurückkehren, nachdem Adam und Eva es Satan in die Hände gegeben hatten.
Was meint Jesus als er sagt, dass er ‚erhöht’ wird? Was würde passieren, wenn das geschieht? Warum? Jesus beschreibt damit seinen Tod: hängend am Kreuz. Die Römer benutzten diese Methode um Kriminelle so zu bestrafen und hinzurichten. Jesus stellt klar, dass wenn dies passiert, und er aufersteht, die Menschen erkennen werden, dass er Gott ist und so sie zu ihm hingezogen werden.
Die Menge antwortete ihm: Wir haben aus dem Gesetz gehört, das der Christus (der Messias, der Gesalbte) in Ewigkeit bleibt; wie sagst du denn, der Sohn des Menschen müsse erhöht werden? Wer ist dieser Sohn des Menschen?
Was wussten die Menschen über das Gesetz? Was dachten sie, welche die Bedeutung war? Was ist die wahre Bedeutung? Die Menschen wussten, dass der Messias für immer leben würde, aber nicht, dass er dafür zuerst sterben müsste. Sie dachten immer noch an einem großen König, der kam um für immer zu regieren, verstanden aber nicht, dass das Gesetz zuerst über die Bedingung eines Blutopfers für das Sühnen der Sünden spricht. Die Menschen erkannten nicht die geistliche Bedeutung von dem was Jesus kam um zu tun, noch von dem, was der Messias kommen würde um zu tun.
Wie würdest du auf die Fragen der Menschen antworten?
Da sprach Jesus zu ihnen: Noch eine kleine Zeit ist das Licht bei euch. Wandelt, solange ihr das Licht noch habt, damit euch die Finsternis nicht überfällt! Denn wer in der Finsternis wandelt, weiß nicht, Notizen: wohin er geht. Solange ihr das Licht habt, glaubt an das Licht, damit ihr Kinder des Lichtes werdet!
Wer oder was ist ‚das Licht’? Was meint Jesus als er sagt, dass das Licht noch eine kleine Zeit bei ihnen sein würde? Das Licht ist Jesus selbst und was er lehrte und repräsentierte. Er warnte sie darüber, dass er bald sterben würde, und das ser nach der Auferstehung nur noch eine kleine Weile auf der Erde sein würde, bevor er auf seinem Platz in den Himmel zurückkehrte.
Was bedeutet Jesu Lehre über das Wandeln im Licht? Dass wir immer darauf achten müssen in seinen Prinzipien und Lehren zu bleiben, damit der Feind nicht unser Leben zerstören kann.
Was sollen wir tun, während wir noch Licht haben? Warum? Wir sollen in diesem Licht wandeln, damit der Feind, die Dunkelheit, uns nicht zerstört.
Dies redete Jesus und ging hinweg und verbarg sich vor ihnen.
Warum versteckt sich Jesus wieder? Weil er wusste, dass seine Zeit noch nicht gekommen war.
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