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Johannes 12:12-19 – Der Siegeszug

  • Autorenbild: David Roncancio
    David Roncancio
  • 28. Feb. 2021
  • 4 Min. Lesezeit

Nachdem Jesus Zeit mit seinem Freund Lazarus verbracht hatte, ging er nach Jerusalem zum Passahfest. Als die Leute über Jesus Ankunft hören, bereiten sie die Ankunft eines Königs vor.


Am folgenden Tag, als viele Leute, die zum Fest erschienen waren, hörten, dass Jesus nach Jerusalem komme, da nahmen sie Palmzweige und gingen hinaus, ihm entgegen, und riefen: Hosianna (Gegrüßt seiest du! – Lobpreisspruch)! Gepriesen sei der, welcher kommt im Namen (Autorität, Charakter) des Herrn (höchste Autorität), der König von Israel (Psalm 118:25-26)!


Wie reagieren die Menschen als sie mitbekommen, dass Jesus nach Jerusalem kommt? Warum reagieren sie so? Was bedeutet diese Reaktion? Die Menschen beeilen sich ihm ein Willkommen, wie für einem König vorzubereiten. Sie erkennen in Jesus den Messias, auf dem sie sosehr warten; aber möglicherweise mehr mit der Hoffnung, dass er sie vom Joch der Römer befreit. Solche Aussagen zu machen, könnte Jesus in Gefahr bringen, wenn die Römer denken würden, dass damit ein Putsch vorbereitet wurde.


Warum grüßen sie Jesus als König? Was war die Hoffnung der Menschen? Was wollte Jesus diesbezüglich erfüllen? Die Menschen erwarteten einen Messias, der sie vom Joch der Römer befreien würde und deshalb grüßen sie ihm als König. Aber er kam nicht um gegen die Römer zu kämpfen, sondern um geistliche Freiheit zu bringen.


Es gab bestimmt römische Soldaten dort. Warum sehen wir nicht, dass sie über diese Aussagen besorgt sind? Es ist möglich, dass sie nicht genau verstanden, was gerade passierte, und dass sie, als sie sahen, dass Jesus nicht mit einem Heer oder als König gekleidet kam, ihm nicht als eine Drohung ansahen.


Laut den Menschen, in welchem Namen kommt Jesus? Was bedeutet das? Den Menschen nach, kam Jesus unter Gottes Autorität. Das bedeutet, dass sie erkannten, dass Jesus von Gott gesandt war und ihm repräsentierte. Es bedeutet aber nicht unbedingt, dass sie genau verstanden, dass er Gott selbst war.


Jesus aber hatte einen jungen Esel gefunden und setzte sich darauf, wie geschrieben steht (Sacharja 9:9): »Fürchte (Beunruhige) dich nicht, Tochter Zion! Siehe, dein König kommt, sitzend auf dem Füllen einer Eselin«.


Warum reitet Jesus einen jungen Esel? Er reitet einen jungen Esel um die Prophezeiung von Sacharja zu erfüllen.


Was bedeutet der Vers in Sacharja? In welchem Kontext wurde er gesagt? Der Vers spricht über die Hoffnung, die die Juden hatten, dass ein König kommen würde, um sie von dem Joch anderer Völker zu befreien. Sacharja schreibt diesen Text während der Zeit, als Israel sich in der Gefangenschaft in Babylonien befindet.


Der Begriff ‚Zion’: (ein Hügel in Jerusalem); bildlich ist ‚Zion’ ein Begriff, der sich auf einem Teil Jerusalems bezieht, welches, biblisch gesehen, die Stadt Davids ist. Sehr oft wird Zion als Synonym für „Jerusalem“ benutzt. Nach Davids Tod wurde der Begriff benutzt um den Hügel zu bezeichnen, auf dem Salomos Tempel stand. Später wurde Zion benutzt um sowohl den Tempel, wie auch seine Grundmauern zu bezeichnen. Wie man in der Bibel in vielen Büchern sehen kann, speziell in Jesaja 60, wurde dieser Name über die Zeit hin benutzt, um nicht nur die Stadt zu beschreiben, sondern auch Jerusalem als geistliches Zentrum des jüdischen Volkes zu beschreiben, und im erweiterten Sinne, auch das Gelobte Land.


Dies verstanden aber seine Jünger anfangs nicht, doch als Jesus verherrlicht war, da erinnerten sie sich, dass dies von ihm geschrieben stand und dass sie ihm dies getan hatten.


Warum haben die Jünger diese Sachen am Anfang nicht verstanden? Warum haben sie sich erst nachdem Jesus verherrlicht war daran erinnert? Die Jünger glaubten an Jesus, aber sie hatten noch nicht vollständig verstanden, welche seine Mission war. Sie erwarteten möglicherweise auch auf einem König wie die anderen. Erst nach seiner Erweckung haben sie verstanden, dass Jesus nicht gekommen war um sie von dem Joch der Römer zu befreien, sondern von einem Leben der Sünde.


Welche anderen Prophezeiungen über Jesus im Alten Testament, wurden in ihm erfüllt? Alle Prophezeiungen über ihn, in Bezug auf sein erstes Kommen auf die Erde, haben sich erfüllt. Es sind noch viele mehr, die mit seinem zweiten Kommen in Verbindung stehen, die sich erfüllen müssen.


Folgend sehen wir eine Liste einiger der Prophetien des Alten Testaments (A.T.), die erfüllt wurden und im Neuen Testament (N.T.) registriert sind.



Die Menge nun, die bei ihm war, al ser Lazarus aus dem Grab gerufen und ihn aus den Toten auferweckt hatte, legte Zeugnis ab. Darum ging ihm auch die Volksmenge entgegen, weil sie gehört hatte, dass er dieses Zeichen getan hatte.


Was machten die Menschen die Zeugen von Lazarus Auferstehung waren? Wie reagierten, die darüber hörten? Die Personen, die Lazarus Auferstehung miterlebt hatten, verbreiten diese Nachricht und erzählen den anderen über Jesus Wunder. Deshalb kommen viele um zu sehen, wer dieser Jesus ist, und vielleicht auch mit der Hoffnung ein Wunder zu sehen.


Da sprachen die Pharisäer zueinander: Ihr seht, dass ihr nichts ausrichtet. Siehe, alle Welt läuft ihm nach!


Wie reagieren die Pharisäer auf das, was passierte? Was war ihre Sorge? Den Pharisäern gefällt gar nicht, was gerade passiert. Mit dem was geschieht, sorgen sie sich um zwei Sachen: erstens, dass alle Menschen sie verlassen um Jesus zu folgen, und zweitens, dass die Römer dies als eine Drohung für ihr Reich sehen und damit ihre Religion verboten wird.


Mit was können wir diese Reaktion heutzutage vergleichen? Warum ist diese Sorge falsch? Was sollte die Priorität eines geistlichen Leiters sein? Heutzutage sehen wir viele geistliche Leiter, die sich mehr Sorgen um ihr persönliches Image und der ihrer Institutionen machen, als um die Tatsache, dass andere Jesus folgen sollten. Ihre Reaktion ist sehr ähnlich: sobald ein Gläubiger die Entscheidung trifft Jesus radikal zu folgen, und speziell, wenn das heißt, die Institution Kirche/Gemeinde zu verlassen um, z.B., in die Mission zu gehen, werden sie nervös und fangen an der Person Hindernisse zu stellen: Bist du sicher, dass Gott dich berufen hat? Lass uns dich zuerst ausrüsten/vorbereiten (ein Leben lang), damit du danach Gott dienen kannst, usw. Ich habe so viele verschiedene Ausreden solcher Leiter gehört, nur um die Berufung Gottes für jemand zu blockieren um diese Person wie einen Sklaven zu behalten, dass es ein Skandal ist, was in den Kirchen/Gemeinden heutzutage passiert. Die Mission der Ekklesia ist gerade die Menschen zu befreien, damit sie mit ganzem Herzen Jesus folgen und seine Berufung für sie erfüllen; nicht, dass die Personen ihr Leben lang in einer Institution hocken und egozentrischen menschlichen Leitern dienen, die nur daran denken, wie sie ihr persönliches Reich erweitern, aber dabei vergessen, dass es unsere Mission ist, das Reich Gottes auf der Erde voranzutreiben.


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