Johannes 12:1-11 – Maria salbt Jesus
- David Roncancio
- 12. Dez. 2020
- 4 Min. Lesezeit

Nachdem er seinen Freund Lazarus auferweckt hatte, zieht sich Jesus kurzzeitig aus der Öffentlichkeit zurück, und wohnt im Dorf Ephraim. Einige Tage vor Ostern beschließt er aber wieder ins Haus seines Freundes Lazarus zu gehen.
Sechs Tage vor dem Passah kam Jesus dann nach Bethanien, wo Lazarus war, der tot gewesen war und den er aus den Toten auferweckt hatte. Sie machten ihm nun dort ein Gastmahl (Gr. deipnon: das Hauptmahl), und Martha diente (Gr. diakonos: dienen, am Tisch servieren). Lazarus aber war einer von denen, die mit ihm zu Tisch saßen (lagen: Die Gäste lagen nach der damaligen Sitte mit halb aufgerichtetem Oberkörper, auf Kissen gestützt, um einen halbhohen Tisch).
Wen besucht Jesus vor Ostern? Jesus besucht seinen Freund Lazarus in Bethanien. Er wohnt dort mit seinen Schwestern Martha und Maria.
Wo treffen sie sich? Mit welchem Ziel? Sie treffen sich in Lazarus Haus mit dem Ziel Jesus zu ehren.
Worum kümmerte sich Martha? Sie organisiert den Tisch und bedient die Gäste.
Welche Beziehung hat diese Szene mit der Ekklesia? Im Text sehen wir sehr klar das Ziel eines Treffens der Ekklesia: Jesus zu ehren. Es werden griechische Begriffe benutzt, die sehr mit dem Kontext der Urkirche verbunden sind: ‚deipnon’ – das typische Hauptmahl, dass immer wieder bei dem Treffen der Ekklesia benutzt wird, und ‚diakonos’ – der Begriff für die Personen, die während der Treffen der Urkirche an den Tischen dienten. Dieser wird auch benutzt, um die Funktion zu beschreiben von denen, die sich generell um die kümmerten, die Mitglieder der Ekklesia waren: Witwen, Kranke, Arme, usw.
Da nahm Maria ein Pfund (ca. einen halben Liter) echten, köstlichen (sehr teuren) Nardensalböls, salbte Jesus die Füße und trocknete seine Füße mit ihren Haaren; das Haus (Gr. oikos: ein Haus, ein Haushalt, eine Familie) aber wurde erfüllt vom Geruch des Salböls.
Was macht Maria während des Essens? Warum? Während des Mahls kommt Maria und salbt die Füße Jesu mit sehr teurem parfümierten Öl. Danach trocknet sie diese mit ihren eigenen Haaren. Möglicherweise hat sie dies als Dank für die Erweckung ihres Bruders Lazarus getan, aber es ist auch ein prophetisches Zeichen der Salbung Jesu als König der Könige, als Messias.
Was passiert im Haus? Welche geistliche Bedeutung könnte das Geschehene haben? Das Haus wird voll des Geruchs des Parfüms. Der Begriff für Haus, der benutzt wird ist ‘oikos’. Dieser wird auch benutzt um die Urgemeinde als Familie zu beschreiben. Also könnte es bedeuten, dass das Aroma von Jesus als König die geistliche Familie erfüllt, wie wenn der Heilige Geist sein Volk erfüllt.
Was ist der Unterschied von dieser Salbung Marias mit der Salbung, die sie früher bei Jesus gemacht hatte, als sie errettet wurde? Dieses Mal salbt Maria Jesu um sein Reich auszurufen, während beim Mal davor sie ihn salbte, um sein Opfer am Kreuz zu zeigen.
Was hat dieser Moment mit der Ekklesia zu tun? Jesus ist der, der seine Ekklesia durch seinen Heiligen Geist salbt, damit wir nicht vergessen, dass er jetzt der König ist und bald zurückkommt um uns mitzunehmen.
Da spricht Judas, Simons Sohn, der Ischariot, einer seiner Jünger, der ihn danach verriet: Warum hat man dieses Salböl nicht für 300 Denare (ca. 300 Mindesttagelöhne eines Arbeiters) verkauft und es den Armen gegeben?
Das sagte er aber nicht, weil er sich um die Armen kümmerte, sondern weil er ein Dieb war und den Beutel hatte und trug, was eingelegt wurde.
Wie reagiert Judas Ischariot? Wer war er? Judas missbilligt Marias Handeln und meckert darüber, dass so viel Geld verschwendet wurde. Er war der Jünger, der später Jesu hintergehen würde und den Juden ausliefern würde.
Nach Lukas 6:12 bis 16 hat Jesus ihn nach einer ganzen Nacht im Gebet ausgesucht. Dies wird in Johannes 6:70 und 71 bestätigt, wo auch erwähnt wird, dass Judas Sohn des Simon Ischariots ist. Mehr weiß man nicht über ihn.
Was lernen wir hier über Judas Charakter? Was bedeutet das? Judas war eine egoistische Person, nur an sich selbst interessiert. Das Wohl anderer war ihn in Wirklichkeit egal. Außerdem war er ein Räuber und hatte nur Interesse an Geld.
Warum benutzt Maria ein so teures Parfüm? Vielleicht um Jesus zu zeigen, wie wertvoll er für sie war.
Da sprach Jesus: Lass sie (Vergebe ihr)! Dies hat sie für den Tag meines Begräbnisses aufbewahrt.
Was ist Jesus Reaktion? Er befielt Judas sie in Ruhe zu lassen uns ihr zu vergeben.
Was hat Maria erfüllt? Sie hat damit prophetisch den Tag von Jesus Begräbnis ausgerufen.
Was wollte Jesus damit sagen? Dass er für unserer aller Sünden sterben würde.
Denn die Armen habt ihr allezeit bei euch; mich aber habt ihr nicht allezeit.
Was sagt Jesus über die Armen? Was bedeutet das in Bezug auf die Bekämpfung der Weltarmut? Jesus sagt ihnen, dass sie immer die Armen unter sich haben würden. Diejenigen, die versuchen vollständig die Weltarmut zu beenden, werden es nicht schaffen, denn der menschliche Egoismus wird es nie erlauben. Jesus kennt sehr gut das menschliche Herz und die Zukunft. Er wusste sehr wohl, dass sich in dem Bezug nichts ändern würde.
Was meinte Jesus als er sagte, dass sie ihn nicht immer haben würden? Damit wollte er wieder klarstellen, dass er sterben und in den Himmel gehen würde.
Es erfuhr nun eine große Menge der Juden, dass er dort war; und sie kamen nicht allein um Jesu willen, sondern auch um Lazarus zu sehen, den er aus den Toten auferweckt hatte.
Mit welchem Ziel geht die Mange in Lazarus Haus? Die Menge ging dorthin um Jesus zu sehen, aber auch Lazarus, wegen seiner Auferstehung. Sie wollten das Wunder mit ihren eigenen Augen sehen.
Da beschlossen die obersten Priester, auch Lazarus zu töten, denn seinetwegen gingen viele Juden hin und glaubten an Jesus.
Warum beraten die Juden? Welches war ihr Ziel und warum? Die Juden trafen sich zum beraten, denn sie sahen, dass die Menschen immer mehr Jesus und nicht sie folgten. Ihr Ziel war es, Lazarus und Jesus zu töten, damit keiner ihnen folgte.
Was bedeutet die Anklage gegenüber Lazarus? Dass Lazarus evangelistisch sehr aktiv war und damit erreicht hat, dass viele Personen nicht mehr den Juden folgten, sondern Jesus.
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