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Johannes 10:22-42 – Jesus und das Fest der Tempelweihe

Autorenbild: David RoncancioDavid Roncancio

Das Fest der Tempelweihe entstand als Gedenkfest um den Wiederaufbau des Jüdischen Tempels zu feiern, nachdem die Griechen es entweiht hatten, während der Zeit der Makkabäer, zwischen den Testamenten. Heutzutage ist es als Chanukka oder Lichterfest bekannt. Es wird im Winter gefeiert und hat als Hauptpunkt ein Wunder, das anscheinend in der Zeit geschah: Die jüdische Tradition besagt, das damals das Öl der Lampe im Tempel zu Ende gegangen war, und dass durch ein Wunder das noch vorhandene Öl, das die Flammen der Menora noch leuchten ließ, genug andauerte um neues Öl herzustellen und somit die Flamme weiterhin und ohne Stopp am Leben zu halten.


Während des Festes sehen wir Jesus im Tempel in der Nähe der Pforte Salomos. Da es Winter war hielten sich dort die Juden auf, die keinen Zugang zu den inneren Kammern des Tempels hatten.


Es fand aber in Jerusalem das Fest der Tempelweihe (Erneuerung) statt und es war Winter (Regenzeit). Und Jesus ging im Tempel in der Halle Salomos umher. Da umringten ihn die Juden und sprachen zu ihm: Wie lange hältst du unsere Seele (Psyche, Geist) im Zweifel? Bist du der Christus (Gesalbte, Messias), so sage es uns frei heraus!


Warum war Jesus während Chanukka im Tempel? Jesus ging möglicherweise um die jüdische Tradition einzuhalten, aber auch um diese Zeit zu nutzen um sein Reich zu verkünden und zu zeigen, dass er das Licht ist.


Was passiert al ser dort ist? Was wollen die Juden? Warum? Die religiösen Juden wollen, dass er ihnen klar sagt, ob er der Messias ist oder nicht. Sie sichten möglicherweise eine klare Aussage um einen Beweis zu haben, damit sie ihn anklagen können, doch nicht weil sie wirklich bestätigen wollten, ob sie an ihn glauben konnten oder nicht.


Jesus (Jeshua = Erretter) antwortete ihnen: Ich habe es euch gesagt, und ihr glaubt nicht. Die Werke, die ich tue im Namen (in der Autorität, im Charakter) meines Vaters, diese geben Zeugnis von mir; aber ihr glaubt nicht, denn ihr seid nicht von meinen Schafen, wie ich euch gesagt habe.


Was antwortet Jesus? Er stellt klar, dass er es schon gesagt hat, sie aber nicht glauben, weil sie nicht seine Schafe sind, wie er das schon im vorherigen Kapitel gesagt hatte. Zudem erklärt er, dass es keiner direkten Bestätigung bedarf, da seine Werke für sich selbst über die Autorität, die er in Gott hat, sprechen.


Mit welcher Autorität, oder in welchem Namen, tut Jesus was er tut? Was bedeutet das? Alles was Jesus tut, macht er mit der Autorität des Vaters, Gottes. Das heißt, dass er der Messias ist, denn er gehorcht Gott.


Was bezeugt, dass, was Jesus tut? Seine Werke und sein Handeln, die Wunder, die er tut und die Arbeit, die er im Namen Gottes macht.


Laut Jesus, warum glauben die Juden nicht? Sie glauben nicht, denn sie gehören nicht zu Jesus Schafen und erkennen ihn deshalb nicht als ihren Hirten.


Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen (gehen auf demselben Weg, begleiten) mir nach; und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden in Ewigkeit nicht verloren gehen (komplett zerstört werden), und niemand wird sie aus meiner Hand reißen (entreißen). Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alle, und niemand kann (ist in der Lage) sie aus der Hand meines Vaters reißen (zu entreißen). Ich und der Vater sind eins.


Was machen Jesu Schafe? Was bedeutet, dass sie seine Stimme erkennen? Was, dass Jesus sie kennt? Und was, dass sie ihm folgen? Jesu Schafe hören seine Stimme und gehen mit ihm auf demselben Weg. Sie können die Stimme Gottes identifizieren, sie erkennen ihn klar unter den vielen anderen Stimmen, die es gibt. Jesus kennt sie, denn er hat eine intime Beziehung mit ihnen, und deshalb folgen sie ihm auf demselben Weg.


Was tut Jesus noch für seine Schafe? Was bedeutet es, dass Jesus ihnen ewiges Leben gibt, und dass sie niemals vollständig zerstört werden können? Wer will sie entreißen und warum? Jesus gibt seinen Schafen ewiges Leben und sorgt für sie. Er spricht über die, die an ihn glauben und lässt somit klar, dass wer an ihn glaubt, ewiges Leben hat und sich unter dem Schutz Gottes befindet. Der Feind (Satan, seine Dämonen und die Menschen, die für ihn arbeiten) kann somit nicht Jesu Nachfolger aus seiner Beziehung entreißen, noch sie zerstören, noch sie aus der Gegenwart Gottes entfernen.


Wer gab Jesus seine Schafe? Warum kann sie niemand dem Vater entreißen? Der Vater (Gott) gab Jesus diese Schafe und da er Gott ist, und größer und stärker als irgendwer, kann niemand sie ihm entreißen.


Was bedeutet, dass Jesus und der Vater eins sind? Dass sie als eine Einheit arbeiten, und dass alles, was der Vater tut, Jesu auch tut.


Da hoben die Juden wiederum Steine auf, um ihn zu steinigen. Jesus antwortete ihnen: Viele gute (schöne, wertvolle, tugendhafte) Werke habe ich euch gezeigt von meinem Vater; um welches dieser Werke willen wollt ihr mich steinigen?


Die Juden antworteten ihm und sprachen: Nicht wegen eines guten Werkes wollen wir dich steinigen, sondern wegen Gotteslästerung, und zwar weil du, der du ein Mensch bist, dich selbst zu Gott machst!


Wie reagieren die Juden? Was wollten sie Jesus antun? Die religiösen Juden wollen Jesus steinigen, denn sie denken, dass das was er sagt, Blasphemie ist, denn er sagt praktisch, dass er selbst Gott ist.


Was sagt Jesus ihnen? Von wem kommen Jesu Werke? Wie sind diese Werke? Jesus konfrontiert sie, indem er seine Werke benutzt und sie fragt, für welches von ihnen sie ihn töten wollen. Er lässt klar, dass diese Werke von Gott kommen, und dass sie nichts Schlechtes haben, denn sie sind schön, wertvoll und tugendhaft.


Wie antworten die Juden? Warum wollen sie Jesus steinigen? Versucht Jesus sich als Gott vorzugeben? Warum nicht? Laut ihnen, wollen sie ihn nicht wegen seiner Werke töten, sondern wegen dem, was er sagt, da er sich damit Gott gleich macht. Sie verstehen nicht, dass ser in Wirklichkeit Gott selbst ist, und sehen nur seine Menschlichkeit.


Jesus antwortete ihnen: Steht nicht in eurem Gesetz geschrieben: “Ich habe gesagt: ihr seid Götter (gr. theos, Pl.)” (Psalm 82:6)? Wenn es (Gott) diejenigen Götter nennt, an die das Wort Gottes (gr. logos) erging – und die Schrift kann doch nicht außer Kraft gesetzt (aufgehoben) werden -, wieso sagt ihr dann zu dem, den der Vater geheiligt (beiseitegerufen) und in die Welt gesandt hat (gr. apostello: zur Seite stellen um mit einer Mission ausgesandt zu werden): Du lästerst!, weil ich gesagt habe: Ich bin Gottes Sohn?


Wie antwortet Jesus denen, die ihn steinigen wollen? Laut dem vollständigen Kontext vom Psalm 82, was bedeutet Jesus Zitat von Vers 6? Jesus benutzt ihr eigenes Gesetz um sie zu konfrontieren. Er zitiert eines der Psalmen, in denen davon gesprochen wird, dass der Mensch wie Gott ist. Wenn man den gesamten Kontext dieses Psalms liest, dann erkennt man, dass die Bedeutung für ‚Götter’ in Wirklichkeit mit unserer Position als Söhne und Töchter Gottes zu tun hat, dass wir dieselbe Mission auf der Erde haben.


Wen nennt Gott ‚Götter’? Warum? Wie sollen wir hier das ‚Götter sein’ verstehen? Was bedeutet das für uns? Was ist die Gefahr diesen Text falsch zu interpretieren? Gott nennt die ‚Götter’, die an ihn glauben, seine Kinder. Er nennt und so, im Sinne, dass wir von ihm als Söhne und Töchter gezeugt wurden, und somit dieselbe Gottheit in uns haben, wie er. Das bedeutet, dass wir verstehen müssen, dass wir Gottes Kinder sind und wir uns als solche dem entsprechend benehmen sollen, denn wir haben eine Mission. Was aber nicht heißt, dass wir wirklich ‚Götter’ sind, noch dass wir in derselben Position Gottes sind. Wenn wir dies falsch verstehen, können wir sehr leicht in die Falle tappen zu denken, dass wir auf demselben Niveau mit Gott stehen, und dass wir ihn deshalb nicht brauchen, denn wir sind ja selbst wie Gott.


Das New Age und andere nicht christliche und esoterische Religionen benutzen diese Texte um die Idee zu rechtfertigen, dass es keinen einzigen Gott gibt, sondern dass jeder von uns Gott ist und es deshalb auch keine Sünde gibt. Diese falschen Lehren haben kein eindeutiges biblisches Fundament und kommen auf, wenn Menschen die Bibel nicht gründlich studieren und den gesamten Kontext der Originaltexte nicht einbeziehen. In den Originaltexten steht ganz klar, dass wir nicht Gott sind, sondern seine Kinder, und dass wir deshalb unter ihn stehen, unter seiner Autorität.


Warum betont Jesus, dass die Schrift nicht aufgehoben werden kann? Weil die religiösen Juden alles, was sie sagten, immer auf die Schriften basieren. Als er dies sagt, lässt er sie ohne Argumente, den sie würden so, die Schrift verleugnen, die sie so sehr verteidigen und auf dessen Argumente sie alles basieren.


Was machte der Vater mit Jesus? Er hat ihn beiseite gestellt um ihn mit einer Mission auf die Erde zu schicken.


Gott, der Vater, beruft uns in zwei Sinne:

  1. Um uns zu heiligen: weihen und reinigen.

  2. Um uns beiseite zu stellen, mit dem Ziel uns in die Welt mit einer Mission zu schicken.

Von was stellt uns Jesus beiseite um uns eine Mission zu geben? Was ist diese Mission? Jesus entfernt uns von der Sünde, den Routinen des Lebens, der Sklavenschaft eines sinnlosen Lebens und gibt uns eine Mission, einen Lebenssinn, um in dieser Welt zu sein, und andere dem Reich Gottes und Jesus selbst nahe zu bringen. In anderen Worten, um das zu tun, was Gott uns befielt zu tun: seine Werke.


Wenn ich nicht die Werke meines Vaters tue, so glaubt mir nicht! Tue ich sie aber, so glaubt doch den Werken, wenn ihr auch mir nicht glaubt, damit ihr erkennt und glaubt, dass der Vater in mir ist und ich in ihm!


Was sagt Jesus, würde ein Grund sein um ihn nicht zu glauben? Wenn er nicht die Werke des Vaters tun würde.


Wozu ruft Jesus seine Zuhörer auf, wenn sie nicht an ihm als Mensch glauben? Warum? Dass sie wenigstens den Werken glauben die er tut, da diese helfen, dass sie den Vater kennenlernen.


Was bedeutet, dass der Vater in Jesus ist und Jesus im Vater? Was bedeutet dies für die Ekklesia als ‚Körper Christi’? Der Fakt, dass Jesus im Vater ist und der Vater in Jesus ist, spricht für eine sehr starke Einheit der beiden, in der er so ist, als ob beide eine Fusion eingegangen wären. Für die Ekklesia ist das sehr wichtig, denn wenn wir Christi Körper sind, dann sind wir auch Teil dieser Einheit und somit sollte uns unsere Beziehung zu Gott zum Punkt bringen, mit ihm als Einheit zu fusionieren und er mit uns.


Da suchten sie ihn wiederum zu ergreifen (fangen); doch er entging ihren Händen.

Was versuchen die Juden? Was tut Jesus? Sie versuchen ihn wieder zu ergreifen, aber er entkommt ihnen. Jesus bleibt nicht dort um eine sinnlose Diskussion weiterzuführen, sondern er verschwindet von dort.


Und er zog wieder jenseits des Jordan an den Ort, wo Johannes zuerst getauft hatte, und blieb dort. Und viele kamen zu ihm und sprachen: Johannes hat zwar kein Zeichen getan; aber alles, was Johannes von diesem gesagt hat, ist wahr! Und es glaubten (vertrauten) dort viele an ihn.


Wo geht Jesus hin? Warum? Jesus geht dort, wo Johannes getauft hatte, hin, den dort befinden sich die Menschen, die Reue empfinden und eine neue Chance durch die Taufe suchen, während im Tempel nur die Religiösen sind, die keine Reue zeigen.


Was passiert dort? Was lernen wir hier über Johannes den Täufer? Was über Wunder? Was ist wichtiger als Wunder? Die Menschen suchen ihn auf und erkennen, dass das, was Johannes über Jesus sagte, wahr war. Deshalb glauben sie an Jesus. Wir sehen, dass obwohl nie ein Wunder getan hat, seine Worte wahr waren. Die Wahrheit ist viel relevanter als die Wunder. Es gibt viele Menschen, die Wunder tun, aber nicht die Wahrheit sagen; wer aber die Wahrheit sagt, dem vertrauen die Menschen mehr.


Was passierte mit dem Menschen dort? Viele glaubten an Jesus wegen Johannes Worte.


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